Berlin: Preetz kündigt Rückkehr des Stürmers an

Kein Neuer im Winter, aber Lasogga im Sommer

Pierre-Michel Lasogga

Michael Preetz erwartet ihn im Sommer zurück: Pierre-Michel Lasogga. imago

Vor rund 300 Gästen zog Preetz zunächst ein positives Zwischenfazit: "Nach 12 Spielen können wir feststellen, dass wir in allen Spielen konkurrenzfähig sind. Außerdem zeigt die Mannschaft gerade in den Heimspielen sehr gute Leistungen." Ihren Anteil daran haben auch die Neuzugänge der Berliner, die von Preetz gelobt wurden. Dazu gehört auch der vom HSV ausgeliehene Per Ciljan Skjelbred. Der Norweger kam seit seinem Wechsel von der Elbe an die Spree in acht Bundesliga-Partien am Stück zum Einsatz und überzeugte dabei (ein Tor, kicker-Notenschnitt 3,06).

Dennoch werden in Berlin natürlich auch die starken Leistungen des im Austausch mit Skjelbred nach Hamburg gewechselten Pierre-Michel Lasogga registriert. Auf acht Erstliga-Treffer in sechs Startelf-Einsätzen (kicker-Notenschnitt 2,17) bringt es der 21-jährige Angreifer beim HSV. Wird es angesichts einer solchen Ausbeute nichts mehr mit einer Rückkehr zur Hertha? Preetz widersprach, er hob erneut hervor, dass es sich um eine Leihe ohne Kaufoption handele, und erklärte die Beweggründe, aus denen man die Leihvereinbarung eingegangen sei: Die Spielpraxis, die Lasogga in seinem Alter und angesichts seiner langen Verletzungspause brauche, habe man ihm in Berlin nicht bieten können. Die tolle Form, in der sich Lasogga derzeit zeige, sei nicht nur für die Hamburger gut, sondern auch für Hertha BSC, führte Preetz aus. Im Sommer 2014 werde der Angreifer nach Berlin zurückkehren.

Während also nach Aussage Preetz' für die kommende Sommerpause ein Neuzugang bereits feststeht, werden sich die Berliner in diesem Winter wohl zurückhalten: Derzeit seien keine Verstärkungen in der Januar-Transferperiode geplant.

Wenn es der Mannschaft sportlich gut geht, geht es dem Verein auch wirtschaftlich besser.

Finanz-Geschäftsführer Ingo Schiller

Auf die finanziellen Details ging Schiller ein und stellte zunächst klar: "Wenn es der Mannschaft sportlich gut geht, geht es dem Verein auch wirtschaftlich besser." So bringe der gute sportliche Saisonstart unmittelbar auch finanzielle Vorteile. In der für die Vergabe der TV-Gelder maßgeblichen Rangliste habe man schon einen Platz gutmachen können, was einer Zusatzeinnahme von etwa einer Million Euro entspräche, erklärte der Finanz-Geschäftsführer. Zu den genauen Zahlen will der Verein erst auf der Mitgliederversammlung am kommenden Montag exakt Stellung nehmen, Schiller stellte aber bereits einen Abbau der Verbindlichkeiten "mit einer Drei vorne" in Aussicht. Das Ziel sei auch weiterhin, eine wirtschaftliche Konsolidierung des Vereins zu erreichen.