Aue: Hängende Köpfe nach Fürth-Debakel

Götz und Kirschstein in der Kritik

Kirschstein hat das Nachsehen gegen Füllkrug.

Machtlose Veilchen: Fürths Füllkrug traf gegen Aue nach Belieben imago

"Eine Katastrophe", nannte Thomas Paulus das 2:6 gegen die SpVgg Greuther Fürth. Der dienstälteste Spieler im Kader der Sachsen erlebte eine der bittersten Stunden der Auer Zweitligageschichte. "Fast jeder Schuss der Fürther war drin. Wir sind abgeschlachtet worden", so Paulus nach der Partie konsterniert. Mit einem gellenden Pfeifkonzert wurden die Veilchen von den Fans verabschiedet.

Das Ergebnis hat auch Trainer Falke Götz ernüchtert. Die Kritik richtet sich nach der achten Saison-Niederlage nicht nur gegen ihn, sondern auch gegen Torhüter Kirschstein. Der Schlussmann war im Sommer vom FC Ingolstadt gekommen und hatte den bisherigen Stammkeeper Martin Männel verdrängt. Nach 13 Spieltagen stehen nun bereits 25 Gegentore zu Buche - ligaweit der zweitschlechteste Wert. Zu einem etwaigen Tausch auf der Torhüterposition wollte sich Götz aber (noch) nicht äußern: "Ich werde aus der Emotion heraus keine Personalentscheidung bekannt geben."

Spielersteckbrief Kirschstein

Kirschstein Sascha

Spielersteckbrief Nickenig

Nickenig Tobias

Trainersteckbrief Götz

Götz Falko

Erzgebirge Aue - Vereinsdaten

Gründungsdatum

04.03.1946

Vereinsfarben

Lila-Weiß

Nickenig fehlt mehrere Wochen

Unterdessen wird Aue mehrere Wochen auf Abwehrspieler Tobias Nickenig verzichten müssen. Der 29-Jährige wurde nach seinem Platzverweis im Oberligaspiel der zweiten Mannschaft gegen Chemnitz II (2:4) vom DFB-Sportgericht wegen einer "Tätlichkeit gegen den Gegner nach einer zuvor an ihm begangenen sportwidrigen Handlung" für drei Partien der Oberliga Nord gesperrt. Gegen das vom DFB-Kontrollausschuss ursprünglich anvisierte Strafmaß von vier Spielen hatten die Veilchen Einspruch eingelegt. Bis zum Ablauf der Sperre ist Nickenig auch für alle anderen Meisterschaftsspiele des FC Erzgebirge - also auch Zweitliga-Begegnungen - gesperrt.