3. Liga

Loose und seine Härtefälle

Münster: Trainer denkt (noch) nicht an Vertragsverlängerung

Loose und seine Härtefälle

Ralf Loose

Für ihn zählen nur die nächsten drei Punkte: SCP-Trainer Ralf Loose denkt kurzfristig.

Dieser Vergleich bezog sich unter anderem auf Spielführer Stefan Kühne. Der 33-Jährige kam zuletzt - im Gegensatz zum Saisonbeginn - nicht mehr zum Zuge. Der Kapitän auf der Ersatzbank als Problemfall? Nicht für Loose. Der sieht "überhaupt keinen Grund, ihn nicht in dieser Position zu lassen". Er ergänzt: "Natürlich ist das für ihn keine optimale Situation. Aber so lange vor allem er damit umgehen und positiv auf die Mannschaft einwirken kann, solange müssen wir nichts ändern."

Einen weiteren Härtefall gibt es in der Abwehr: Dort löste Robin Neupert als Linksverteidiger Fabian Hergesell ab. Loose führt auch dessen Ausstrahlung als Grund an: "Neupert hat auf dieser Position die Nase vorn gegenüber Hergesell, weil er zweikampfstark ist, kopfballstark, robust und – wie soll ich sagen – ein positiver Typ halt ist."

Spielersteckbrief St. Kühne

Kühne Stefan

3. Liga - 13. Spieltag
3. Liga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
1. FC Heidenheim
29
2
RB Leipzig
24
3
SV Darmstadt 98
22
3. Liga - Torjäger 2013/14
Stroh-Engel Dominik
11
Onuegbu Kingsley
9
Frahn Daniel
8
Preußen Münster - Vereinsdaten

Gründungsdatum

30.04.1906

Im Fußball ist es wie in einer Familie, Probleme gibt es immer.

Ralf Loose über Personalentscheidungen

Generell biete er allen Spielern die Gelegenheit, sich ins Rampenlicht zu spielen: "Es haben schon sehr viele Spieler unter meiner Regie ihre Chance gehabt. Ich muss in der Kürze der Zeit abwägen, wem vertraue ich und wer bekommt heute die Chance – und dann muss er die auch nutzen." Eine Voraussetzung gilt für den Trainer als unabdingbar: Identifikation mit dem Verein und dem Team. Ein Spieler müsse wissen, "er gehört zur Gruppe Preußen Münster. Wenn ich das Gefühl habe, dass das einer dauerhaft nicht will, dann muss man auf ihn verzichten", so Loose.

Die "Adler" lassen defensiv nichts anbrennen

An welchen Stellschrauben er seit seinem Amtsantritt gedreht hat, ist auf dem Platz zu erkennen. Die Mannschaft konzentriert sich auf das Wesentliche, steht stabil, ist mental voll auf der Höhe und hat den Teamgeist-Gedanken verinnerlicht. Lediglich ein Gegentor in den letzten vier Partien stellt das eindrucksvoll unter Beweis. Klar sei aber auch: "Es ist nicht so, dass ich hier hinkomme, drücke auf einen Knopf und dann ist die Ampel von Rot auf Grün gestellt." Der gebürtige Dortmunder will die jüngsten Erfolge nicht zu hoch bewerten.

Es ist nicht so, dass ich hier hinkomme, drücke auf einen Knopf und dann ist die Ampel von Rot auf Grün gestellt.

Loose über seinen Start

Bis 2014 läuft sein Vertrag, doch darüber hinaus macht sich Loose (noch) keine Gedanken: "Ich habe keine Pläne. Ich will etwas bewegen können. Man liebt seinen Job und man darf sich nie zufriedengeben. Wer sich beim 400-Meter-Lauf nach 100 Metern eine Pause gönnt, der ist auf der Zielgeraden hintendran. Das versuche ich sehr deutlich vorzuleben."