Svensson und Baumgartlinger vor der Rückkehr

Müller-Misere bei Mainz - Tuchel pickt keine Rosinen

Heinz und Nicolai Müller

Angeschlagene Namensvetter: Hinter den Mainzern Heinz und Nicolai Müller stehen noch Fragezeichen. imago

Trainer Thomas Tuchel hat einen Einsatz des 35 Jahre alten Routiniers zwar "noch nicht abgehakt. Aber ich weiß bei Heinz, dass das langwierig sein kann." Sollte Müller ausfallen, schlüge die Stunde von Christian Wetklo, der vor der Saison seine Position als Nummer eins an Müller verloren hatte. Das letzte Pflichtspiel hatte der 33-Jährige am 24. September im Zweitrundenmatch der Mainzer im DFB-Pokal gegen den 1. FC Köln (0:1) bestritten. In der Liga hatte Wetklo das letzte Mal am 18. Mai, dem 34. Spieltag der vergangenen Saison, in Stuttgart (2:2) das Tor der 05er gehütet.

Der erfolgreichste Mainzer Torschütze Nicolai Müller (sechs Ligatreffer, ein Tor im Pokal) war am Donnerstag im Training umgeknickt. Tuchel bezeichnet den Trainingsunfall im Rückblick als "echte Schrecksekunde". Ihm sei "ein großer Stein vom Herzen gefallen", nachdem die Untersuchungen ergeben hatten, dass bei Müller kein struktureller Schaden entstanden sei. Tuchel hat die Hoffnung auf einen Einsatz noch nicht aufgegeben. "Ich gehe so weit, dass ich hoffe, dass Nicolai spielt. Wenn er das Okay gibt, humpeln zu können, dann spielt er."

Svensson und Baumgartlinger sollen auflaufen

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Zurückkehren ins Mainzer Team werden dagegen aller Wahrscheinlichkeit Bo Svensson (34) und Julian Baumgartlinger. Svensson war zuletzt wegen einer Achillessehnen-Quetschung ausgefallen, Baumgartlinger hatte wegen einer Kniereizung zuletzt am 14. September im Heimspiel gegen Schalke 04 (0:1) für Tuchels Team auflaufen können. Innenverteidiger Svensson und Mittelfeldmann Baumgartlinger haben zuletzt aber wieder trainiert. Deswegen "werden die nicht mehr gefragt. Die spielen", sagt Tuchel mit einem Schmunzeln.

Die beiden werden in München auch nötig sein, wenn es gegen die momentane Übermannschaft geht. Tuchel will für die Partie in der Allianz-Arena "eine Stimmung kreieren, in der wir frei sind, Fußball zu spielen und der beste Gegner zu sein, der wir sein können." Tuchel betont jedoch auch, dass Mainz "nichts zu verschenken" habe und sich keinesfalls vorher geschlagen geben werde. Gefragt, ob er Schwächen bei den Bayern entdeckt habe, antwortete der Mainzer Coach: "Das wäre Rosinen picken." Eventuelle Defizite des Teams von Pep Guardiola sportlich zu nutzen, sei "in erster Linie die Aufgabe von Manchester City und Bayer Leverkusen".

Andreas Hunzinger