Bundesliga

Das Aus: Club entlässt Wiesinger

Nürnberg: Prinzen übernimmt vorerst

Das Aus: Club entlässt Wiesinger

Michael Wiesinger

Das Vertrauen ist aufgebraucht: Michael Wiesinger muss in Nürnberg gehen. imago

Zusammen mit Wiesinger beurlaubte der Club auch Co-Trainer Armin Reutershahn. Als Interimstrainer setzten die Nürnberger zunächst U-23-Trainer Roger Prinzen ein, der allerdings nicht zur Dauerlösung werden soll: Der FCN hofft, in Kürze einen neuen Cheftrainer vorstellen zu können. Prinzen soll die Mannschaft am Mittwoch übernehmen, für Dienstag wurde für die nicht zu Länderspielen abgereisten Akteure eine Laufeinheit unter der Leitung von Athletiktrainer Markus Zidek angesetzt.

Martin Bader, Vorstand für Sport & Öffentlichkeitsarbeit, kommentierte die Entscheidung: "Nach der deutlichen 0:5-Niederlage gegen den HSV und einer sachlichen Aufarbeitung des bisherigen Saisonverlaufs sind wir in intensiven Gesprächen zu der gemeinsamen Entscheidung gelangt, diesen Schritt vollziehen zu müssen."

Trainersteckbrief Wiesinger

Wiesinger Michael

1. FC Nürnberg - Vereinsdaten

Gründungsdatum

04.05.1900

Vereinsfarben

Rot-Weiß

1. FC Nürnberg - Die letzten Spiele
Darmstadt (H)
1
:
2
Heidenheim (A)
2
:
2

"Es war eine sehr schwere Entscheidung", erklärte Bader weiter, "aber im Interesse des 1. FC Nürnberg sehen wir uns dazu gezwungen." Die letzten Spiele hätten gezeigt, "dass kein kontinuierlicher Aufwärtstrend erkennbar ist".

zum Thema

Wiesinger war bei den Franken aus dem zweiten Glied in die Verantwortung gerückt, als Dieter Hecking sich im Dezember 2012 zur Weihnachtszeit Richtung Liga-Konkurrent Wolfsburg verabschiedete. FCN-Sportvorstand Martin Bader entschied sich zunächst für die Rückserie für eine interne Lösung, nicht zuletzt deshalb, weil Wiesinger den Verein wie seine Westentasche kennt und seit Jahren in Nürnberg wohnt.

Der gebürtige Burghauser spielte zwischen 1993 und 1999 für die Franken, ehe er seine Profi-Karriere im Dress der Bayern und der Löwen fortsetzte. Wiesinger absolvierte 116 Erst- und 176 Zweitligaspiele. Als Trainer arbeitete Wiesinger für den FC Ingolstadt, ehe er nach dem Erwerb der Fußballlehrerlizenz im Jahr 2011 die U 23 des FCN in der Regionalliga übernahm.

Nach guter Halbserie in der vergangenen Saison verlängerten die Nürnberger schließlich den Vertrag mit Wiesinger und Co-Trainer Armin Reutershahn um zwei Jahre bis zum 30. Juni 2015. Als "logische Konsequenz" hatte Bader damals die Fortsetzung der Zusammenarbeit bezeichnet. Ebenso logisch, dass diese nun wegen Erfolgslosigkeit vorzeitig endet. Der Hamburger SV spielt in Wiesingers Karriere eine entscheidende Rolle: Sein erstes Bundesligaspiel als Profi absolvierte er am 6. August 1993 gegen die Hanseaten. Beim 2:5 kam er als Einwechselspieler erstmals zum Einsatz. Der Gegner bei seinem ersten Bundesligaspiel als Clubtrainer war ebenfalls der Bundesliga-Dino, 1:1 trennte man sich am 20. Januar 2013.

Rastlos durch Bayern - mit Schalen und Pokalen