DFB-Pokal

Eigler: "Nicht einmal Regionalliga-Niveau"

Ingolstadt: Am Mittwoch Möglichkeit zur Wiedergutmachung

Eigler: "Nicht einmal Regionalliga-Niveau"

FC Ingolstadt

Desaströs: Die Ingolstädter nach dem 1:4 beim FSV Frankfurt, rechts Christian Eigler. picture alliance

Spätestens nach dem 0:3 durch Leckie in der 53. Minute hatten die meisten der rund 200 mitgereisten Fans der Schanzer genug gesehen. Sie packten ihre Sachen und verließen den Gästeblock im FSV-Stadion. "Es wundert mich, dass die Fans noch mitfahren - ich würde mir das Geld sparen", zeigte Christian Eigler angesichts der dargebotenen Leistung Verständnis für die Reaktion der eigenen Anhänger.

Fast widerstandslos ergab sich der FCI am Bornheimer Hang seinem Schicksal. Das gesamte Team versagte im Kollektiv und präsentierte sich ebenso blutleer wie mut- und leblos. "Wir können uns schämen. Das war eine Katastrophe, nicht einmal Regionalliga-Niveau", stellte Eigler erschüttert fest.

Durch den Offenbarungseid hat sich der Druck auf die Verantwortlichen beim FCI nochmals erhöht. "Eine Mannschaft, die so desolat auftritt, bringt den Verein in Zugzwang. Das führt zu einer Diskussion, die niemand braucht", sagte Sportdirektor Thomas Linke in Anspielung auf die immer lauter werdende Kritik an Trainer Kurz. Dieser ist sich seiner prekären Situation durchaus bewusst: "Ich werde an Leistung gemessen, und die war heute nicht gut", bilanzierte der 44-Jährige nach der Partie. Allerdings ist auch Linke an der Donau nicht mehr unumstritten, Aufsichtsrat Andreas Schleef rüffelte vergangene Woche im kicker den Sportdirektor öffentlich.

Caiuby und Cohen vor Rückkehr in die Startelf

Trainer Kurz hat nun zwei Tage Zeit, sein Team wieder aufzurichten. Der gesamte FCI-Tross blieb in Hessen, um sich gezielt und konzentriert auf das Pokalspiel am Mittwochabend vorzubereiten. Dann heißt der Gegner erneut FSV und Kurz hofft dabei auf eine Trotzreaktion seines Teams. Sollte die Rehabilitation aber nicht gelingen, wird es ganz eng für Kurz, denn in der Liga warten anschließend mit dem FC St. Pauli, dem VfL Bochum, Fortuna Düsseldorf und der SpVgg Greuther Fürth auf dem Papier schwere Aufgaben.

Allerdings dürfte die Startelf etwas anders aussehen, der Auftritt am Sonntag sollte personelle Konsequenzen nach sich ziehen. So könnten Almog Cohen und Caiuby in die Startelf zurückkehren. Der Israeli sollte am Sonntag nach vierwöchiger Verletzungspause wegen einer Sprunggelenksverletzung eigentlich gar nicht spielen, wurde dann aber doch noch benötigt und sorgte nicht nur wegen seines zwischenzeitlichen Treffers zum 1:3 (75.) für einen der ganz wenigen Lichtblicke bei den Schanzern. Der Brasilianer Caiuby wurde nach seiner vorübergehenden Suspendierung in Frankfurt ebenfalls eingewechselt.