Braunschweig: Nürnbergs Schäfer steht Sieg im Weg

Nach 10.333 Tagen: Löwen bejubeln ersten Punkt

Omar Elabdellaoui

Braunschweigs Elabdellaoui (re.) trifft zum 1:1 gegen den Club und sichert Braunschweig den ersten Punkt in der Bundesliga. imago

"Hut ab! Heute hat Eintracht Braunschweig gegen Raphael Schäfer gespielt", sagte Eintracht-Sportdirektor Marc Arnold nach der Partie in die TV-Mikrofone.

An Schäfer bissen sich die Braunschweiger bis auf Elabdellaoui (70.) die Zähne aus. Der Keeper der Franken verhinderte mit Glanzparaden gegen Bellarabi (10.), Kumbela (67.), Bicakcic (82.) und Reichel (90.) den eigentlich verdienten Erfolg der Eintracht. "Vielleicht ist der ein Punkte heute zu wenig", fasste Arnold die Partie im kicker zusammen: "Aber die Mannschaft hat gezeigt, dass sie lebt und dass wir mithalten können."

Dies sahen auch die 22.570 Fans so. Obwohl die Eintracht nicht den erhofften Sieg einfuhr und weiterhin das Tabellenende "ziert", wurde der erste Punktgewinn nach exakt 10.333 Tagen euphorisch gefeiert. Und auch die Spieler selbst trauerten dem verpassten Erfolg nicht hinterher, sondern betonten die positiven Seiten der gezeigten Leistung: "Wir sind auf einem guten Weg, den ersten Dreier einzufahren", sagte Verteidiger Bicakcic.

Allerdings werden die nächsten Aufgaben nicht einfach. Auswärts muss der Aufsteiger am kommenden Freitag bei Borussia Mönchengladbach ran, am 5. Oktober steht dann das brisante Gastspiel beim Nachbarn VfL Wolfsburg auf dem Programm. Dazwischen gibt der VfB Stuttgart (29. September) seine Visitenkarte an der Hamburger Straße ab, nach der Länderspielpause gastiert dann am 19. Oktober Schalke 04 in Braunschweig. In all diesen Partien muss Lieberknecht aller Voraussicht nach auf Neuzugang Hochscheidt verzichten , der wegen eines Muskelbündelrisses länger ausfallen wird.