Bundesliga

"Familie FC Bayern" holt Breno zurück

Sportlich wohl keine Zukunft in Europa

"Familie FC Bayern" holt Breno zurück

Breno und Uli Hoeneß

Zurück im "Schoß der Familie": Breno am Montag neben Bayern-Präsident Uli Hoeneß. Getty Images

"Danke, mir geht es gut", sagte Breno am Montagmorgen an der Seite von Bayern-Präsident Uli Hoeneß und gestand: "Die Zeit, 13 Monate im Gefängnis, war hart."

Nun aber ist Breno Freigänger. Und der FC Bayern, der nicht verhindern konnte, dass Breno in jener unheilvollen Nacht im September 2011 zum Straftäter wurde, will ihn nun auf dem Weg zurück in ein normales Leben behilflich sein.

Spielersteckbrief Breno

Rodrigues Borges Breno Vinicius

Bayern München - Vereinsdaten

Gründungsdatum

27.02.1900

Vereinsfarben

Rot-Weiß

"Einer aus der großen Bayern-Familie hat große Probleme. Jetzt gibt es diesen Schimmer an Chance, die wollen wir ihm eröffnen", sagte Hoeneß an Brenos erstem Tag als Freigänger. Die Chance auf Resozialisierung soll Breno beim FC Bayern am Schopf ergreifen. "Er bekommt die Möglichkeit, sich körperlich fit zu machen für die Zeit danach", so der Bayern-Präsident.

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Die Zeit danach soll für Breno wieder mit Fußball ausgefüllt werden. Es sei sein "Traum", so der Verteidiger, wieder seinem Beruf als Profi nachgehen zu können. Laut seinen Anwälten könnte im Januar 2014 die restliche Haftzeit auf Bewährung ausgesetzt werden. Weil Breno Fußballer und seine Karriere auf eine zeitlich sehr überschaubare Spanne begrenzt ist, stehen die Aussichten darauf offenbar ganz gut.

Breno droht nach Haftverbüßung Abschiebung

Allerdings wird Breno wohl aller Voraussicht nach keine sportliche Zukunft beim FC Bayern haben. Denn neben der Verbüßung seiner Strafe hat seine Tat noch weitere Folgen für ihn. Denn danach werde Breno wohl abgeschoben, erläuterte Hoeneß, "er wird sehr wahrscheinlich nicht mehr in Deutschland und Europa Fußball spielen dürfen". Angeblich soll sein Ex-Klub FC Sao Paulo bereits Interesse an einer Verpflichtung Brenos geäußert haben, "das ist aber Zukunftsmusik", sagte Hoeneß.

Breno selbst machte am Montag einen recht aufgeräumten Eindruck und konnte bereits wieder lächeln. An seinem einst oft lädierten Knie habe er "gottseidank keine Schmerzen" mehr, es habe die vier erlaubten Trainings pro Woche gut verkraftet. "Jetzt brauche ich Kraft, dann kommt, glaube ich, alles wieder in Ordnung."