CAS weist Beschwerde Metalists zurück - Rückspiel ohne Fans

Charkiw disqualifiziert - Schalke nun gegen Stevens!

Huub Stevens

Nach dem Charkiw-Ausschluss trifft Schalke in den Play-offs nun auf PAOK Saloniki mit "Jahrhundert-Coach" Huub Stevens. imago

Gegen Metalist Charkiw ist von der UEFA Anfang August ein Disziplinarverfahren eröffnet worden. Hintergrund ist der Verdacht von Spielmanipulation aus dem Jahr 2008, in den auch Metalists Sportdirektor Jevgeni Krasnikov verwickelt gewesen sein soll. Angeblich war im April 2008 ein Punktspiel in der Ukraine gegen Karpaty Lwiw (4:0) manipuliert worden.

Nach Sichtung und Auswertung der Stellungnahmen und Dokumente, die von den Vereinen eingereicht worden waren, fällte die Einspruchskammer der UEFA am Mittwoch ihr Urteil und disqualifizierte Metalist Charkiw für die Saison 2013/14 für alle UEFA-Wettbewerbe.

CAS weist Beschwerde Metalists zurück

Wie allgemein erwartet, hat Metalist Charkiw noch am Mittwoch Einspruch gegen den Ausschluss vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne eingelegt. Dies bestätigte Vizepräsident Konstantin Pivovarov der Agentur Interfax.

"Wir hatten sie schon für alle Fälle vorbereitet, weil wir mit allen Varianten rechnen mussten. Außerdem bleibt uns nur noch wenig Zeit", so Pivovarov. "Ich möchte all unseren Anhängern versichern, dass wir für die Rechte des Klubs kämpfen werden und diese in Übereinstimmung mit allen juristischen Regeln schützen werden", erklärte Pivovarov.

Große Erfolgsaussichten werden Metalist aber nicht eingeräumt. Denn der CAS hatte bereits den Einspruch Krasnikovs gegen seine persönliche Sperre von fünf Jahren abgeschmettert.

Und so kam es dann auch. Bereits am Freitag wurde die Klage Metalists gegen den Ausschluss vom CAS zurückgewiesen. Damit sind alle Rechtsmittel ausgeschöpft, Charkiw wird definitiv in der Saison 2013/14 nicht am Europapokal teilnehmen.

S04 gegen Stevens-Klub Saloniki

Champions-League-Qualifikation 2013/14

Damit ist endgültig offiziell, dass Schalke 04 in den Play-offs auf PAOK Saloniki treffen wird. Der griechische Verein war in der dritten Runde der Qualifikation gegen Charkiw ausgeschieden und rückt nun nach. Dafür landet Maccabi Tel Aviv, auf das PAOK in den Europa-League-Play-offs treffen sollte, nun direkt in der EL-Gruppenphase.

"Ich bin überrascht von der Entscheidung. Niemand muss jetzt denken, dass es einfacher wird, nur weil sich Saloniki nicht sportlich qualifiziert hat", warnte Schalke-Sportvorstand Horst Heldt.

Ausgerechnet PAOK Saloniki! Denn gecoacht wird die Elf vom ehemaligen Schalker-Coach Huub Stevens. Der Niederländer trainierte zwischen 1996 und 2002 den FC Schalke 04. Im Jahr 1997 führte er die legendären "Eurofighter" zum Gewinn im UEFA-Cup, 2004 wählten ihn die Schalker Fans zum Trainer der Jahrhundertelf. Stevens kehrte im September 2011 zu Schalke zurück, sein zweites Engagement endete nach einer Niederlagenserie im Dezember 2012.

Umso schöner, dass es gegen Schalke geht und damit an einen vertrauten Ort mit vielen Freunden und Beknannten.

Huub Stevens

"Es ist toll für PAOK, dass wir jetzt in den Play-offs sind", freute sich der Niederländer. "Und umso schöner ist es für mich, dass es gegen Schalke geht und damit an einen vertrauten Ort mit vielen Freunden und Beknannten. Natürlich wird das schwer, aber wir werden für unsere Chance kämpfen."

In der Bundesliga war Stevens noch für Hertha BSC sowie den Hamburger SV tätig. Zudem führte er in der Saison 2004/05 den 1. FC Köln zurück in das Oberhaus. Vor dieser Saison heuerte er bei PAOK an.

Rückspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Laut Auslosung hätten die Königsblauen am 21. und 27. August gegen Metalist antreten müssen, diese Termine gelten nun für die Partien gegen Saloniki.

Die bereits erworbenen Tickets fürs Heimspiel in Gelsenkirchen behalten ihre Gültigkeit, das Rückspiel in Griechenland allerdings wird ohne Zuschauer stattfinden: Wegen Zuschauerausschreitungen bei einem Spiel gegen Rapid Wien in der vergangenen Saison muss PAOK wie schon gegen Charkiw daheim unter Ausschluss der Öffentlichkeit spielen. Das sei "schade für unsere Fans", so Heldt.