Regionalliga

Alemannia: Nur der Torhüter ist gesetzt

Aachen: Gläubiger stimmen für die Weiterführung des Betriebs

Alemannia: Nur der Torhüter ist gesetzt

Peter Schubert

Ist noch auf der Suche nach einer Stammformation: Aachens Coach Peter Schubert. imago

Denn: Auf der Gläubigerver­sammlung am Dienstag haben rund 150 Gläubiger einstimmig beschlos­sen, die Alemannia Aachen GmbH eben nicht zu liquidieren, sondern den Spiel- und Geschäftsbetrieb fortzusetzen sowie die GmbH mit einem Insolvenzplanverfahren zu sanieren. "Ich freue mich, dass die Gläubiger unseren Ausführungen gefolgt sind", kommentierte Insol­venzverwalter Rolf-Dieter Mönning den Beschluss. "Wir sind aber noch lange nicht am Ziel", weiß auch Mönning. Jetzt müsse in den kom­menden Wochen der Insolvenzplan geschrieben werden.

"Noch lange nicht am Ziel" ist derzeit auch Coach Peter Schubert. Das letzte Testspiel vor dem ersten Saisonspiel ging mit 0:4 gegen die TuS Koblenz verloren. "Es gibt si­cherlich gelungenere Generalpro­ben", sagt Schubert dazu, verweist allerdings gleichzeitig auf die be­sonderen Umstände seiner Arbeit in der Saisonvorbereitung.

"Fortuna Köln der Favorit"

Nach dem Abstieg habe bekanntlich ein komplett neuer Kader zusammen­gestellt werden müssen, "und da­für sind fünf Wochen Vorbereitung nicht gerade viel, zumal viele Spie­ler erst während der Vorbereitung zu uns gestoßen sind". Für Schu­bert ist daher klar: "Fortuna Köln ist zum Saisonstart der Favorit, wir sind der Außenseiter." Dennoch möchte er natürlich mindestens einen Punkt mit zurück nach Aa­chen nehmen. Welche Spieler diese Beute je­doch einfahren sollen, dass lässt der Coach noch weitgehend offen. Außer Torhüter Frederic Löhe (24, SV Babelsberg 03) ist noch keiner gesetzt. Und selbst die Startelf von Freitag müsse nicht zwingend die Stammelf sein. "Jeder hat immer die Chance im Training, mich davon zu überzeugen, dass ich gar nicht ohne ihn spielen kann."

Holger Richter