Bundesliga

Neue Rolle für de Jong?

Augsburg: Kanadier hat seinen Platz im Team verloren

Neue Rolle für de Jong?

Marcel de Jong

"Ansonsten bin ich voll im Saft": Augsburgs Marcel de Jong. imago

Direkt nach seiner Rückkehr aus den USA, wo der Nationalspieler mit Kanada am Gold-Cup teilgenommen hatte, legte der Linksfüßer gleich voll los. Nach einer enttäuschenden Turniererfahrung.

Mit nur einem Remis (0:0 gegen Panama) waren die Kanadier in der Vorrunde ausgeschieden. "Schade, aber es war schwer", erklärt de Jong. "Unsere Nationalmannschaft befindet sich im Umbruch, dazu mussten wir auf ein paar wichtige Spieler verzichten." Darunter Simeon Jackson, der das Turnier verließ, um sich Bundesliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig anzuschließen. "Ein guter Mann", findet der Augsburger, der den Angreifer als "spielstark, schnell und torgefährlich" einschätzt. "Er wird Braunschweig sicher helfen."

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de Jong Marcel

Ob er das selbst auch in Augsburg darf, steht in den Sternen. De Jong macht sich keine falschen Hoffnungen. "Ich habe in der vergangenen Saison nicht so viel gespielt. Und daran, fürchte ich, dürfte sich nicht viel ändern. Von daher ..." Seinen Platz im FCA-Team hat der einstige Stammspieler an Matthias Ostrzolek verloren. Darum hatte er auch vor rund drei Wochen ohne große Zweifel die Vorbereitung beim FCA abgebrochen und war zu Nationalmannschaft gereist. "Dort kann ich Spielpraxis sammeln, dazu helfen mir die Aufenthalte im Kreis der Auswahl, den Kopf freizukriegen."

Seine Einsatzchancen unter Trainer Markus Weinzierl will de Jong trotzdem suchen. "Auch wenn es schwer wird." Vielleicht hilft ihm dabei ein Positionstausch. Statt links hinten könnte er links auch nach vorn gezogen agieren. "Da durfte ich auch in der vergangenen Saison das eine oder andere Mal ran. Und beim Gold-Cup habe ich auch mal vorne gespielt. Das wäre sicher eine Option." Der Vorteil für Weinzierl: Würde de Jong den an Kniebeschwerden leidenden Tobias Werner ersetzen, könnte André Hahn wiederum auf dem gewohnten rechten Flügel bleiben. "Das muss der Trainer entscheiden", sagt de Jong, der durch die Wochen in den USA allenfalls vom Jetlag geplagt wird. "Ansonsten bin ich voll im Saft."

George Moissidis

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