Barcelona-Trainer äußert sich zu den Guardiola-Vorwürfen

Vilanova: "Pep war nicht für mich da"

Tito Vilanova

Enttäuscht von seinem "Freund" Pep: Barcelonas Trainer Tito Vilanova. getty images

Guardiola dürfte bei Vilanovas Aussagen mächtig geschluckt haben. Denn der ehemalige Assistent von Guardiola äußerte sich extrem enttäuscht über seinen ehemaligen Chef. "Ich bin von seinen Kommentaren überrascht", sagte Vilanova. Guardiola hatte behauptet, Leute im Verein hätten Vilanovas Krankheit ausnutzen wollen, um ihm selbst zu schaden.

Vilanova sah das anders. "Der Klub hat versucht, mir so gut wie möglich zu helfen." Guardiola habe ihn lediglich einmal besucht, als er in New York ankam, "aber während meiner zweimonatigen Genesungszeit nach der Operation habe ich ihn nicht gesehen. Und das war nicht meine Schuld. Er war mein Freund und ich habe ihn gebraucht, aber er war nicht für mich da. Ich hätte das nicht so gemacht. Mehr werde ich dazu nicht sagen", erklärte Vilanova.

Angeblich habe Vilanovas Entscheidung, das Erbe von Guardiola als Cheftrainer anzutreten, zu Unstimmigkeiten zwischen den Beiden geführt. Das wollte Vilanova so aber nicht bestätigen. "Ich habe damals mit ihm gesprochen und ihm meine Absicht erklärt. Er hat mich angespornt, Barça-Trainer zu werden. Ich kenne ihn seit 28 Jahren und er ist mein Freund. Ich habe mit ihm Titel gewonnen und spektaküläre Momente erlebt. Ich glaube nicht, dass das in diesem Moment begonnen hat."

Auch zu diversen aktuellen Personalien äußerte sich Vilanova. Zum Beispiel über...

...PSG-Verteidiger Thiago Silva, der Barcelona eine Absage erteilt hat:
"Wir hätten ihn gerne verpflichtet, aber er ist nicht der einzige Spieler, den wir auf dieser Position beobachten."

...Innenverteidiger Marc Bartra:
"Er muss sich den Platz im Rampenlicht verdienen. Es sind die Spieler selbst, die sich ihre Zeit auf dem Platz erspielen."

Was mir nicht gefällt, ist, dass er gegangen ist, nicht, dass er zu Guardiola gegangen ist.

Tito Vilanova über den Wechsel von Thiago Alcantara

...das Zusammenspiel zwischen Neuzugang Neymar und Messi:
"Ich bin sehr glücklich, dass er gekommen ist. Zwischen Messi und ihm wird es keine Probleme geben. Sie spielen auf verschiedenen Positionen. Leo ist der Beste der Welt, während Neymar ein großartiges Verprechen für die Zukunft ist. Wenn die Gegner einen ausschalten, wird der andere Freiheiten genießen. Wenn Neymar irgendwo anders hingegangen wäre, würden die Leute über einen großartigen Neuzugang reden. Aber hier reden die Leute nur darüber, ob er gut mit Messi zusammenspielt oder nicht."

...den zum FC Bayern gewechselten Thiago Alcantara:
"Was mir nicht gefällt, ist, dass er gegangen ist, nicht, dass er zu Guardiola gegangen ist. Ich wollte, dass er bleibt, aber er wusste um die Konkurrenz gegen Xavi, Cesc und Iniesta, und nur zwei können spielen. Als er fit war, spielte er 50 Prozent der möglichen Minuten. Aber für die größeren Spiele habe ich die anderen drei bevorzugt."

zum Thema

...Nachwuchshoffnung Sergi Roberto:
"Er hatte Thiago vor sich. Das ist jetzt nicht mehr so, er wird uns noch viel geben. Ich glaube an ihn." ...den von mehreren Vereinen umworbenen Cesc Fabregas:
"Es ist gut für unsere Spieler, wenn sie Angebote bekommen. Ich habe mit ihm gesprochen und er hat gesagt, er möchte bleiben und nicht wechseln, auch wenn er hier mit Xavi, Iniesta und Sergi Roberto konkurrieren muss. Darüber bin ich glücklich."

...den neuen Co-Trainer Rubi:
"Jeder ist heiß darauf, hier anzukommen. Wir wollten ihn schon letztes Jahr verpflichten. Er wird mit Jordi Roura die gegnerischen Teams analysieren. Das wird mir mit dem Team helfen." ...Jonathan dos Santos und Ibrahim Afellay:
"Wir möchten sie verleihen."

...sein erstes Jahr als Barça-Coach:
"Wir haben die Liga mit 100 Punkten gewonnen, jetzt wollen wir 101. Wir wollen uns als Champions-League- und Copa-Halbfinalisten nun verbessern. Meine Kinder sind stolz, dass ihr Papa Barcelona trainiert. Ich genieße die Zeit auf der Bank."

Das ist Thiago Alcantara