Bulgarien: Ex-Nationalspieler beendet Trainer-Engagement

Lügen und Intrigen: Stoichkov verlässt ZSKA

Schon wieder Geschichte: Hristo Stoichkov im ZSKA-Trainingsanzug.

Schon wieder Geschichte: Hristo Stoichkov im ZSKA-Trainingsanzug. imago

Eins ist klar, ZSKA ist hochverschuldet. Und Intrigen prägen den Klub, die den mittlerweile 47-jährigen Stoichkov veranlassen, den Hut schon wieder zu nehmen.

Stoichkov, der 1994 zu Europas Fußballer des Jahres gewählt worden war, wirft der Vereinsführung vor, sie habe ihm ihre 6,5 Millionen Anteile übereignet, sodass Stoichkov fürchten musste, für das Defizit des Klubs geradestehen zu müssen.

In den beiden letzten Wochen hatten mehr als ein halbes Dutzend der wichtigsten Leistungsträger den Verein verlassen, der in der Meisterschaft nur enttäuschender Dritter geworden war, so auch Kapitän Ivan Bandalovski. Nur wenige Akteure stehen vor dem Saisonstart am 20. Juli noch zur Verfügung.

Stoichkov genießt auf Grund seiner Leistungen als Spieler hohes Ansehen in Bulgarien. Mit der Nationalelf zog er 1994 in den USA ins WM-Halbfinale ein und wurde Torschützenkönig. Im Viertelfinale schalteten die Bulgaren in New York die deutsche Nationalmannschaft (2:1) aus, den 1:1-Ausgleichstreffer erzielte Stoichkov per Freistoß. Als Trainer führte er von 2004 bis 2007 die bulgarische Auswahl an.