Duisburg muss sich einen neuen Trainer suchen

"Bedingungen nicht gegeben": Runjaic geht

Kosta Runjaic

Nicht dabei beim Neustart: Trainer Kosta Runjaic verlässt den MSV. picture alliance

Es war die Königspersonalie beim MSV, Runjaic sollte zusammen mit Assistent Ilia Gruev im Falle des Drittliga-Lizenzerhalts unbedingt gehalten werden. "Für uns ist natürlich interessant, welches Konzept erarbeitet wird und wie es weitergehen soll", hatte Gruev jüngst im Vorfeld der Verhandlungen mit der Duisburger Chefetage erklärt. Das Konzept konnte Runjaic nicht überzeugen, nach kicker-Informationen trennen sich die Wege.

Am Montag folgte die Bestätigung. "Ich bitte zu verstehen, dass ich mir eine eigene Deadline gesetzt habe, wann ich persönlich die Verantwortung für eine entsprechende Qualität im Kader und eine Erfolg versprechende Saisonvorbereitung nicht mehr übernehmen kann. Dieser Zeitpunkt ist nun gekommen. Ich bedauere das sehr, denn ich hätte hier sehr gerne weiter gearbeitet", begründete Runjaic auf der Internetseite des MSV seine Entscheidung: "Ich habe gesagt, dass ich mir einen Verbleib nur unter bestimmten Bedingungen vorstellen kann. Diese Bedingungen können nun nicht mehr erfüllt werden."

"Wir sind mit Kosta auf einem guten Weg", hatte Manager Ivica Grlic in der vergangenen Woche noch auf ein positives Ergebnis in Sachen Runjaic gehofft. Vergeblich. Der Anfang September 2012 vom SV Darmstadt 98 als Nachfolger von Oliver Reck nach Wedau geholte Coach wird dem MSV nicht mehr zur Verfügung stehen. Die ungeklärte Situation in puncto Personal und die kurze Zeitspanne bis zum Auftakt - für Runjaic waren die erforderlichen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit nicht gegeben. Der eigentlich als U-23-Trainer vorgesehene Uwe Weidemann könnte nach der neuesten Entwicklung intern als Runjaic-Nachfolger aufrücken.

Runjaic hatte Duisburg vom letzten Tabellenplatz auf Rang elf geführt. Dem sportlichen Klassenerhalt folgte dann aber der Lizenzentzug durch die DFL und der damit verbundene Abstieg. Seitdem haben etliche Leistungsträger, deren Verträge nur für die 2. Liga galten, den Klub verlassen.