WM-Qualifikation in Genf

Joker Seferovic erlöst die Schweiz

Xherdan Shaqiri

Gab das entscheidende Zuspiel auf Seferovic: Xherdan Shaqiri. Getty Images

Das Spiel in Genf wurde für die Schweiz unnötigerweise zur Zitterpartie. Die Konkurrenz aus Albanien und Island hatte am Vorabend geschwächelt, die Eidgenossen schienen kein Kapital daraus schlagen zu können. Das Team des gesperrten Trainers Ottmar Hitzfeld, der auf der Tribüne Platz nehmen musste, hatte das Heft des Handelns fest in der Hand und ließ Zypern kaum zur Entfaltung kommen.

Ein Angriff nach dem anderen lief auf das Tor der Gäste, doch die Schweiz, mit den Bundesliga-Profis Shaqiri (Bayern München), Benaglio, Rodriguez (beide Wolfsburg) und Djourou (Hannover 96) in der Startformation, brachte den Ball einfach nicht im Gehäuse des Tabellenletzten der Gruppe E unter. Ein Pfostenkopfball von Gavranovic, ein Versuch von Drmic, der noch von der Torlinie geschlagen wurde und ein Schuss von Shaqiri - schon im ersten Durchgang hätte es klappen müssen.

Es war ein wichtiger Sieg. Wir haben einen großen Schritt Richtung Brasilien gemacht. Es ist noch nicht vorbei, der Vorsprung gibt uns aber Sicherheit.

Michel Pont, der Ottmar Hitzfeld auf der Bank der "Nati" vertrat

Die Hitzfeld-Elf stürmte im zweiten Durchgang munter weiter, vergab aber auch weiter gute Einschussgelegenheiten. Schalkes Barnetta wurde ebenso wie Seferovic eingewechselt. Die Zeit rannte den Eidgenossen davon, alles lief auf ein erneutes 0:0 gegen Zypern hinaus. Doch in der letzten Minute klappte es dann doch: Shaqiri bediente Seferovic - und der Joker stach. Mit einem Lupfer ließ er Georgallides keine Chance.

Nach dem Erfolg beträgt der Vorsprung der Schweizer in der Tabelle der Gruppe E auf die Verfolger Albanien und Island vier Punkte. Vor den Gastspielen in Oslo (10. September) und in Tirana (11. Oktober) hat sich die "Nati" damit eine gute Ausgangsposition mit Blick auf die WM 2014 in Brasilien verschafft.