Köln: FC-Delegation reist nach Wien

Stöger Top-Kandidat beim FC - Austria sagt Nein

Holte mit Austria Wien die Meisterschaft und war Kandidat bei Werder: Peter Stöger ist nun beim 1. FC Köln der heißeste Kandidat.

Holte mit Austria Wien die Meisterschaft und war Kandidat bei Werder: Peter Stöger ist nun beim 1. FC Köln der heißeste Kandidat. imago

Stöger wurde in der abgelaufenen Saison mit Austria Wien österreichischer Meister. Mit dem Außenseiter schnappte er dem hochgerüsteten Favoriten Red Bull Salzburg den Titel weg. Stögers Vertrag bei der Austria läuft noch bis zum 30. Juni 2014 und enthält keine Ausstiegsklausel.

Nach dem Aus von Thomas Schaaf in Bremen galt Stöger auch bei Werder als Trainerkandidat. Dort steht inzwischen Robin Dutt unter Vertrag. Stöger hatte bereits im Winter in einem Interview angedeutet: "Mein Blick geht über die Grenze in ein Land, wo ich meine Sprache und Kommunikation anwenden kann."

Die Austria steht gewissermaßen in Stögers Schuld, weil dieser sich im letzten Jahr beim SC Wiener Neustadt freigekauft hatte, um den Job beim Traditionsklub in seiner Heimatstadt Wien anzunehmen. Der 47-Jährige gilt als ein Teamworker, ein akribischer Arbeiter, einer, der sich nicht scheut, mit jungen Leuten zu arbeiten, und einer, der eine Mannschaft formen kann.

Nach der Trennung von Holger Stanislawski hatte dem FC zunächst Mike Büskens (jetzt bei Fortuna Düsseldorf) abgesagt. Auch die Gespräche mit RB Salzburg über einen Wechsel von Roger Schmidt scheiterten. Anschließend war auch Kosta Runjaic (MSV Duisburg) in den Fokus der Kölner gerückt.

Austria pocht auf Vertragserfüllung

Am Donnerstagabend hat die Austria allerdings einem Wechsel Stögers zum Geißbock-Klub eine Absage erteilt und pocht auf die Erfüllung des bis 2014 laufenden Vertrages.

Dies habe man Stöger in einem Gespräch am Donnerstag in Wien klargemacht, erklärte Austria-Wirtschaftsvorstand Markus Kraetschmer der österreichischen Nachrichtenagentur APA. "Die Lage ist sehr klar. Wir planen langfristig mit ihm, daher wird es keine Freigabe geben", betonte Kraetschmer. "Damit ist das Thema für uns vom Tisch."