Startplatz fällt dem Württembergischen Verband zu

Dresden-Ausschluss: Landesligist profitiert

Neckarsulm-Trainer Timo Böttjer

Nach der Finalniederlage gegen Heidenheim noch niedergeschlagen, nun im DFB-Pokal: Neckarsulm-Trainer Timo Böttjer. imago

64 Mannschaften nehmen insgesamt am DFB-Vereinspokal teil. Neben 36 Erst- und Zweitligisten erhalten die vier besten Drittligisten ein Startrecht. Hinzu kommen die Sieger der 21 Landespokal-Wettbewerbe.

Die Belegung der weiteren Startplätze ist in Paragraf 45, Absatz 1.3, der Spielordnung des Deutschen Fußball-Bundes geregelt: "Die verbleibenden Plätze bis zur Zahl 64 werden an die Landesverbände vergeben, die die meisten Herren-Mannschaften im Spielbetrieb haben. Dabei kann jeder Verband höchstens einen weiteren Teilnehmer stellen."

Dynamo Dresden - Vereinsdaten

Gründungsdatum

12.04.1953

Vereinsfarben

Schwarz-Gelb

SSV Ulm 1846 Fußball - Vereinsdaten

Gründungsdatum

09.03.2009

Vereinsfarben

Schwarz-Weiß

SG Sonnenhof Großaspach - Vereinsdaten

Gründungsdatum

25.08.1994

Vereinsfarben

Rot-Schwarz

1. FC Heidenheim - Vereinsdaten

Gründungsdatum

01.01.2007

Vereinsfarben

Rot-Blau-Weiß

Neckarsulmer SU - Vereinsdaten

Nach dieser Regelung entsenden im Normalfall die Fußballverbände aus Bayern, Niedersachsen und Westfalen je eine zweite Mannschaft in den DFB-Pokal. Niedersachsen und Westfalen vergeben diesen Platz an die unterlegenen Finalisten der Verbandspokal-Wettbewerbe. Der Bayerische Fußballverband hingegen schickt den "Bayerischen Amateurmeister" ins Rennen – die bestplatzierte Mannschaft der Regionalliga Bayern, ausgenommen zweite Mannschaften von Profi-Klubs. Im DFB-Pokal 2013/14 wird so der FV Illertissen teilnehmen.

zum Thema

Durch den Ausschluss Dynamo Dresdens fällt nun der freigewordene Platz dem Landesverband mit den viertmeisten Herrenmannschaften zu. Dies ist der Württembergische Fußball-Verband, der in der aktuellen Mitgliederstatistik des DFB auf 14.022 Mannschaften kommt.

Landesligist Neckarsulmer SU rückt nach

Profiteur ist die Neckarsulmer Sport-Union. Der siebtklassige Landesligist, der unmittelbar vor dem Aufstieg steht, hatte im Endspiel des WFV-Pokals gegen den 1. FC Heidenheim mit 1:3 verloren. Die Neckarsulmer können somit mit der DFB-Pokal-Teilnahme - und den Einnahmen in Höhe von rund 100.000 Euro - planen.

zum Thema

Hoffnung bestand zwischenzeitlich auch noch für zwei andere Klubs: Ein unterlegener Halbfinalist des WFV-Pokals - Sonnenhof Großaspach oder der SSV Ulm 1846 - wäre als Sieger eines eventuellen Entscheidungsspiels um den zweiten Startplatz des Landesverbands nachgerückt, wenn sich WFV-Pokalsieger 1. FC Heidenheim seinen DFB-Pokal-Platz über die 3. Liga gesichert hätte. Dafür hätten die Heidenheimer einen der ersten vier Plätze in der Abschlusstabelle belegen müssen. Am letzten Spieltag rutschte der FCH aber vom dritten auf den fünften Platz ab. Die Drittliga-Plätze gehen an Karlsruhe, Bielefeld, Osnabrück und Münster. Heidenheim ist als WFV-Pokalsieger dabei, Großaspach und Ulm bleiben außen vor.