Bundesliga

Schaaf: "Eine schöne Nummer, aber nicht für mich"

Bremen: Nach dem Klassenverbleib

Schaaf: "Eine schöne Nummer, aber nicht für mich"

Trainer Thomas Schaaf

Klassenverbleib mit Werder gesichert: Trainer Thomas Schaaf. picture alliance

Werder Bremen wird auch in der kommenden Spielzeit im deutschen Oberhaus vertreten sein. So weit, so gut. Eine Zittersaison endete für die eigentlich mit Blick auf die europäische Bühne ambitionierten Hanseaten mit dem Verbleib in der Liga, groß feiern wollte Schaaf dieses Minimalziel allerdings nicht. "Eine schöne Nummer, aber nicht für mich", meinte der 52-Jährige wenig euphorisch auf der Pressekonferenz, zu sehr hatte die Saison wohl an dem starken Mann in Bremen genagt.

Statt Europa nur der Klassenerhalt, statt Zauberfußball oft Magerkost, zudem eine Serie von nun zwölf sieglosen Spielen. Mit Kevin de Bruyne ("Ich habe viele Angebote, aber ich weiß noch nicht, wohin ich gehe") verliert Werder zudem seinen Starspieler und die Zukunft von Schaaf scheint trotz Vertrag bis 2014 offen. Oder? Sportchef Thomas Eichin fühlt sich zunächst "bestätigt, dass wir an ihm festgehalten haben", den Gerüchten um eine Neuorientierung auf dem Trainerposten trat er einmal mehr energisch entgegen: "Warum werde ich das seit zwölf Wochen gefragt? Es ist unerträglich. Er hat einen Vertrag bis 2014 und ich habe nie etwas anderes gesagt."

zum Thema

Gesagt hat Geschäftsführer Klaus-Dieter Fischer, nach der Saison jeden Stein umdrehen und auch über Personen sprechen zu wollen. "Da müssen Sie Herrn Fischer fragen, was er damit meint", entgegnete Schaaf, über entsprechende Rückendeckung des Vorstands äußerte er sich zurückhaltend: "Ich werde mich hüten, dazu etwas zu sagen." In der Mannschaft war das Thema Trainer wohl kein Thema, das haben wir "nicht an uns herangelassen", beteuert Torwart Sebastian Mielitz. Vielmehr hat "uns das zusammengeschweißt". Ende gut, alles gut?