Bundesliga

"SZ": Hoeneß nur auf Kaution frei

Bayern-Präsident am 20. März angeblich vorläufig festgenommen

"SZ": Hoeneß nur auf Kaution frei

Uli Hoeneß

Sah den 4:0-Erfolg der Bayern am Dienstag im Stadion: Bayern-Präsident Uli Hoeneß. Getty Images

Die "SZ" berichtet, dass die Ermittler am 20. März mit einem Haftbefehl gegen Hoeneß zu einer Hausdurchsuchung erschienen seien. Die Justiz soll ursprünglich sieben Millionen Euro an Kaution gefordert haben, Hoeneß habe sich seitdem zweimal pro Woche bei den Behörden melden müssen. Warum ein Haftbefehl gegen Hoeneß erlassen wurde, ist der "SZ" zufolge bislang unbekannt. Die Anwälte von Hoeneß hätten sich dazu nicht geäußert.

Den Ausführungen zufolge ist ein Haftbefehl nach einer Selbstanzeige ungewöhnlich. Es könnte demnach ein ernster Hinweis darauf sein, dass die von Hoeneß im Januar beim Finanzamt wegen eines Kontos in der Schweiz erstattete Selbstanzeige möglicherweise nicht strafbefreiend sein werde. Hoeneß soll mindestens 3,2 Millionen Euro Steuern samt Aufschlägen an die Behörden gezahlt haben, um seine Steuerschuld zu tilgen.

Ich kann mir den FC Bayern ohne Wenn und Aber nur mit Uli Hoeneß vorstellen.

Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge

Am Abend sah Hoeneß die 4:0-Gala seines FC Bayern München gegen den FC Barcelona im Stadion. Äußerlich wirkte er ungerührt von den jüngsten Veröffentlichungen. Neben Franz Beckenbauer und Jupp Heynckes ("Er hat einen Fehler gemacht, aber Uli Hoeneß ist ein ganz wertvoller Mensch") ergriff auch Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge Partei für Hoeneß: "Ich muss eins sagen: Erstmal Uli Hoeneß ist mein Freund, das ist sehr wichtig. Uli Hoeneß ist für den FC Bayern wahnsinnig wichtig, ich kann mir den FC Bayern ohne Wenn und Aber nur mit Uli Hoeneß vorstellen", sagte Rummenigge bei "Sky" und betonte: "Ich glaube, es ist in diesen Zeiten wichtig, dass man in diesen Zeiten auch loyal zu seinen Freunden steht. Das ist ein Zeichen auch der Stärke unseres Klubs."