Hannover: Cherundolo stellt den Rekord ein

Schulz: "Das ist traurig für den Verein"

96-Abwehrmann Christian Schulz

Geknickt: 96-Abwehrmann Christian Schulz. imago

Der FC Bayern kam zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt nach Hannover. Formstark, euphorisch, mit dem Meistertitel im Rücken und vor dem Halbfinale der Champions League hungrig auf mehr. Das war auch 96, doch die Münchner zeigten den Niedersachsen deutlich die Grenzen auf. Die wohl letzte Chance auf ein weiteres Jahr auf der europäischen Bühne ist verspielt. Das sah auch Mirko Slomka so. "Ja!", antwortete der Trainer auf die Frage, ob er die Europapokalplätze abschreibe.

Für Christian Schulz war die Niederlage "ein Schlag ins Gesicht. Jeder der die Tabelle lesen kann, weiß Bescheid." Doch nicht nur zur sportlichen Situation äußerte sich der Innenverteidiger, sondern auch zum Abgang von Schmadtke. "Das ist traurig für den Verein, er hat gute Arbeit geleistet. Das war hart."

Ich bin überzeugt, dass die Entscheidungen notwendig und richtig waren. Wenn ich entscheide, dann stehe ich dazu.

96-Präsident Martin Kind

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Die Stimmung im Stadion war entsprechend aufgeheizt, im Blickpunkt Vereinsboss Kind. "Mit der Kritik muss man leben, wenn man Entscheidungen trifft", meinte Kind, der Pfiffe und Sprechchöre gegen seine Person "erwartet" habe. "Ich bin überzeugt, dass die Entscheidungen notwendig und richtig waren. Wenn ich entscheide, dann stehe ich dazu", unterstrich er und macht sich "Sorgen um die Gesamtsituation".

Cherundolo fängt Bandura ab

In dem ganzen Trubel der letzten Wochen ging das Rekordspiel von Steven Cherundolo unter. Der Mannschaftskapitän hat gegen den FCB seine 298. Bundesliga-Partie seiner Karriere für 96 bestritten und damit den bisherigen 96-Rekordhalter Jürgen Bandura eingeholt, der in den 60er und 70er Jahren für die Niedersachsen spielte. Der 34-jährige Cherundolo spielt seit 1999 für Hannover.