2. Bundesliga

Ärger an der "Alten Försterei"

Zwischenfälle trüben Ost-Derby

Ärger an der "Alten Försterei"

Die Berliner Polizei begleitet Dresdner Anhänger auf dem Weg ins Stadion.

Die Berliner Polizei begleitet Dresdner Anhänger auf dem Weg ins Stadion. picture-alliance

15 leicht verletzte Polizisten, 27 vorläufige Festnahmen und 36 Strafanzeigen, unter anderem wegen Landfriedensbruch, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz. Diese Bilanz zog die Berliner Polizei nach dem 0:0 im Ostderby zwischen dem gastgebenden FC Union Berlin und Dynamo Dresden.

Anhänger von Dynamo Dresden sollen auf dem Weg in die "Alte Försterei" mit Polizeibeamten aneinandergeraten sein. Dabei kam es zu Sachbeschädigungen und zum unerlaubten Gebrauch von Pyrotechnik. Im Stadion wurde Pyrotechnik ausschließlich und vor dem Spiels im Union-Block verwendet, die Dynamo-Fans waren während des Spiels im Stadion friedlich.

Dynamo Dresden - Vereinsdaten
Dynamo Dresden

Gründungsdatum

12.04.1953

Vereinsfarben

Schwarz-Gelb

Dynamo Dresden - Die letzten Spiele
Hertha II Hertha II (H)
2
:
3
Osnabrück Osnabrück (H)
2
:
2

Im Einsatz befanden sich rund um das Stadion 900 Polizeibeamte aus Berlin und knapp 300 Angehörige der Bundespolizei.

Die Vorfälle überschatteten den sportlichen Achtungserfolg der Dresdner bei Union sowie das 60. Vereinsjubiläum. Auf den Tag genau vor 60 Jahren war Dynamo Dresden gegründet worden. Der sächsische Traditionsverein reagierte pikiert auf die Vorwürfe seitens der Polizei. Geschäftsführer Christian Müller, einst Geschäftsführer beim Liga-Dachverband DFL, richtete heftige Worte gegen die Polizei: "Ich dachte schon, Erich Mielke sei wieder auferstanden. Ich möchte nichts bagatellisieren, aber wir sind zufrieden mit dem Auftreten unserer Fans. Wir lassen uns unseren gelungenen Geburtstagsausflug jedenfalls nicht vermiesen."

Dynamo Dresden war in der Vergangenheit wegen des Verhaltens der eigenen Fans bereits öfter negativ aufgefallen. Erst im März traf den Klub die Verbannung aus dem kommenden DFB-Pokal-Wettbewerb empfindlich. Dresden widersprach diesem Urteil, das nun letztinstanzlich geprüft werden muss.