Dresden: Pacults Wechsel bringen die Wende

Trojan: Das schlampige Genie

Filip Trojan

Traumtor zum 1:2: Filip Trojan trifft gegen seinen Ex-Klub per Fallrückzieher. imago

Dynamo-Trainer Peter Pacult überraschte zunächst mit Pavel Fort als einziger Spitze, Tobias Müller und Sechser Cristian Fiel blieben bis zum 0:2 auf der Bank. Ihre Hereinnahme in der 56. Minute erwies sich als gelungener Schachzug. "Die Auswechslungen nach dem 0:2 haben uns die zweite Luft verschafft. Natürlich war es ein sehr hohes Risiko, den defensiven Verbund aufzulösen. Aber Fiel und Trojan haben das zentral hervorragend gelöst", lobte Pacult, dessen Mut sich binnen weniger Minuten auszahlte.

Filip Trojan, der mit seinen technischen Fertigkeiten immer wieder glänzte, lieferte gegen seinen Ex-Verein seine beste Saisonleistung ab (kicker-Note 1,5). Per Fallrückzieher erzielte er den spektakulären Anschlusstreffer zum 1:2 - sein erstes Saisontor im 21. Spiel. Auch Pacult war angetan: "Filip ist ein hervorragender Fußballer. Er bleibt ruhig am Ball, spielerisch gibt es da nichts auszusetzen." Aber er sieht noch Reserven: "Bei ihm verstehe ich nicht, warum er sein Potenzial nie richtig abruft."

Mit Blick auf die nächsten Spiele setzt Pacult auf den positiven Effekt der Aufholjagd: "Jetzt sind wir erst mal über dem Strich. Das ist Motivation genug für die nächsten Partien." Kurios: Das Hinspiel war genau anders herum gelaufen. Am Millerntor führte Dynamo 2:0 und verlor noch 2:3.