Schalke: Kann der Rumäne das Sturmtief beenden?

Marica steigt wieder ein

Ciprian Marica

Kann er das Schalker Sturmtief vertreiben? Ciprian Marica ist wieder ins Training eingestiegen. imago

Der verletzte Huntelaar (29, Teilabriss des Innenbands im linken Knie) ist als Mittelstürmer nicht einmal halbwegs adäquat zu ersetzen. Schon beim Champions-League-Aus gegen Galatasaray beschlich viele Beobachter das Gefühl, Schalke wäre mit dem gerade wiedererstarkten Huntelaar ins Viertelfinale eingezogen. Am Samstag beim 0:3 in Nürnberg haperte es an der Chancenverwertung noch gewaltiger - und Obasi (26) präsentierte sich im Angriffszentrum ebenso als Ausfall wie der für ihn eingewechselte Pukki (22). Die bange Frage liegt auf der Hand: Reißt das "Sturmtief" Schalke auch in der Tabelle wieder abwärts? Keeper Timo Hildebrand (33) schwante es bereits: "Wenn wir nicht aufpassen, können wir ganz schnell wieder Achter oder Neunter sein."

Eine echte Lösung des Mittelstürmer-Problems ist derweil nicht in Sicht. Trainer Jens Keller (42) hatte Pukki zwar fürs Bemühen gegen Galatasaray gelobt und erklärt, der Finne brauche "mehr Spiele, um in einen Rhythmus zu kommen". Schon ein Widerspruch, dass er Pukki nun bei nächster Gelegenheit gleich wieder draußen ließ. Offenbar wegen nicht überzeugender Trainingsleistungen, ein chronisches Problem beim (einstigen) Fanliebling. "Obasi hat gut trainiert", begründete jedenfalls Sportdirektor Horst Heldt (43) die Aufstellung des Nigerianers.

Als Hoffnungsträger sieht der Manager nun Marica (27), der nach seiner Meniskus-OP am Dienstag ins Mannschaftstraining zurückgekehrt ist. Dank der Länderspielpause kann der Rumäne beim nächsten Ernstfall am Karsamstag gegen Hoffenheim (30. März) wohl wieder eingreifen. Allerdings hat Marica (neun Einsätze, zwei Tore) ebenfalls noch keine tragende Rolle gespielt, auch wenn er eine bessere Quote aufweist als Pukki (11/1) und Obasi (4/0).