Regionalliga

Kokocinskis bemerkenswerte Selbstkritik

Rosenheim: Kapitän ist wieder an Bord

Kokocinskis bemerkenswerte Selbstkritik

Dirk Teschke

Hat nach der Rückkehr der Langzeitverletzten wieder mehr Alternativen: Rosenheims Trainer Dirk Teschke. imago

Beim Sieg gegen Ismaning freute sich Rosenheims Trainer Teschke (43) über die Rückkehr von drei Spielern, die "teilweise ein halbes bis dreiviertel Jahr kein Punktspiel mehr bestritten haben." Matthias Haas (22) hatte den letzten Einsatz am 18. Spieltag, Florian Pflügler (21) war seit dem 22. September ausgefallen. Kapitän Michael Kokocinski fehlte fast eine komplette Halbserie, sein letzter Auftritt um Punkte war das 0:3 im Hinspiel beim FC Ismaning. Danach zwang ihn das Pfeiffer'sche Drüsenfieber zu einer langen Pause.

"Ganz ordentlich" sei es gelaufen, freute sich Kokocinski, betonte aber "noch nicht bei hundert Prozent" zu sein. Der 28-Jährige zieht geschickt die Fäden im Mittelfeld, erobert dank seiner Fähigkeit zur Antizipation viele Bälle und schließt Lücken. So etwas kommt nicht von ungefähr. Kokocinski ist bestens ausgebildet, bei 1860 München entwickelte er sich zu einer der größten Nachwuchshoffnungen, spielte gemeinsam mit den Bundesliga-Profis Marcel Schäfer und Daniel Baier. "Für die ganz große Karriere war ich wohl zu brav", urteilt der Automobil-Kaufmann selbstkritisch.

Trainersteckbrief Teschke

Teschke Dirk

Spielersteckbrief Kokocinski

Kokocinski Michael

Spielersteckbrief M. Haas

Haas Matthias

Spielersteckbrief Pflügler

Pflügler Florian

Er wechselte zum FC Bayern, wo er unter Hermann Gerland in der U23 spielte, versuchte sich in Offenbach und Burghausen in Liga drei, zog dann aber die Berufsausbildung und ein Leben in seiner Heimat den vagen Profiträumen vor. Nachdem Kokocinski monatelang zum Zuschauen gezwungen war, brennt er jetzt umso mehr darauf, mithelfen zu können, den Klassenerhalt endgültig zu sichern.

Reinhard Hübner