Osnabrück: VfL-Trainer fordert Team und kritisiert Schiedsrichter

Wollitz und die Suche nach Souveränität

Claus-Dieter Wollitz

Will mit seinem Team wieder zurück in die Erfolgsspur: Claus-Dieter Wollitz. imago

Den VfL Osnabrück trifft es derzeit knüppelhart - aber die Mannschaft wehrt sich leidenschaftlich gegen die Rückschläge. Eine Woche nach der Derby-Niederlage in Münster (1:3) war das Team gegen einen starken Gast aus Chemnitz 70 Minuten in Unterzahl. Zum dritten Mal in dieser Saison sah ein Osnabrücker Torwart die Rote Karte - rekordverdächtig. Manuel Riemann (24) wurde durch einen Rückpass von Abwehrchef David Pisot (25) zum riskanten Einsteigen gegen Josip Landeka (25) gezwungen: Elfmeter, Rote Karte - Schiedsrichter Blos entschied hart, aber dem Augenschein nach korrekt. Der sonst so sichere Pisot schaffte kurz vor der Pause das 1:1.

Und als die Osnabrücker, getragen von einem bedingungslos unterstützenden Publikum, durch den 11. Saisontreffer von Simon Zoller (21) sogar in Führung gingen, war der Sieg nah. Stattdessen musste man drei Minuten vor Spielende noch den Ausgleich hinnehmen. "Mein Team hat die Gelassenheit verloren und wenn wir unser Ziel Aufstieg erreichen wollen, müssen wir unsere Souveränität wiederfinden", sagte Trainer Claus-Dieter Wollitz (47), der angesichts des Platzverweises eine Tendenz erkennt: "Ich habe den Eindruck, dass in 50:50-Situationen immer häufiger gegen Lila-Weiß entschieden wird." Das bezog er auch auf die Gelbe Karte wegen Foulspiels für Zoller, der damit - ebenso wie Timo Staffeldt (29) - in Darmstadt gesperrt ist. Zusätzlich fehlen wird dann Keeper Riemann, der zwei Spiele zuschauen muss.

3. Liga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Karlsruher SC
60
2
VfL Osnabrück
57
3
Arminia Bielefeld
56
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Harald Pistorius