Regionalliga

Grill: "Wir sind konkurrenzfähig"

Ismaning: Optimismus trotz Niederlage

Grill: "Wir sind konkurrenzfähig"

Roman Grill

War mit dem Auftritt seines Teams trotz der 0:2-Niederlage zufrieden: Ismanings Trainer Roman Grill. Roman Grill

Zwar konnte Grill nach missglücktem Debüt zu Recht konstatieren: "Die Mannschaft hat heute gezeigt, dass wir in der Regionalliga bestehen können." Andererseits hatte der Ingolstädter Reserve eine durchwachsene Leistung auf schwerem Geläuf genügt, um letztlich souverän drei Punkte zu verbuchen. Dem wollte auch Grill nicht widersprechen, nannte er doch den Gäste-Sieg "verdient". Selbstredend sei er "nie zufrieden mit einer Niederlage", so der 46-Jährige, der vielversprechende Auftritt seiner "neu zusammengestellten Mannschaft" aber hatte ihn "optimistisch für die Zukunft" gestimmt.

Für einen anderen Spielverlauf hätte indes Robert Rakaric (27) sorgen können. Ismanings Stürmer aber verzog bei der ersten Torgelegenheit der Partie (11.). In der Folge konnten sich die Gäste zunehmend in der gegnerischen Hälfte etablieren, die Grill-Truppe dagegen verteidigte beherzt, stand jedoch bedenklich tief und wurde folgerichtig dafür bestraft. Torhüter Andreas Rössl konnte einen Schuss von Reagy Ofosu nur abklatschen, den Nachschuss verwertete Manuel Ott (20) zur Gäste-Führung.

Im zweiten Abschnitt lieferten die Platzherren eine couragierte Darbietung, die Bemühungen aber blieben zu harmlos. Ausnahme: Manuel Ring versagten alleinstehend vor dem Tor die Nerven (67.). Ingolstadts Stanislaus Herzel (22) vollendete schließlich einen Konter per gefühlvollem Heber zum 0:2-Endstand. Dennoch befand der auffällige Ismaninger Offensiv-Akteur Maximilian Merwald, dass man gut gespielt habe "nach den ganzen Turbulenzen in der Vorbereitung".

Die Mannschaft befindet sich in einem Prozess

Ismanings Coach Roman Grill über sein Team

Der Trainer des 19-Jährigen hingegen war trotz der Niederlage vor allem darüber erfreut, dass "es jetzt endlich losgegangen ist". Grill sieht seine Mannschaft "in einem Prozess", sie habe immerhin nachweisen können, "konkurrenzfähig zu sein". Nun gelte es primär an der Chancenverwertung zu arbeiten sowie daran, "im richtigen Augenblick Druck auf den Gegner auszuüben".

Die Fortschritte sollten jedoch recht zügig zu erkennen sein, denn die Aufgaben werden nicht leichter. Nächste Woche kommt es in Rosenheim zu einem echten Sechs-Punkte-Spiel und anschließend warten mit dem 1. FC Nürnberg II und dem TSV Buchbach der Zweite und der Dritte der Tabelle. Hier wird man die Konkurrenzfähigkeit erneut nachweisen müssen.

Matthias Horner