Milan will den FC Barcelona so gut es geht vom Tor fernhalten

Allegri: "Wir werden mit drei Stürmern spielen"

Abschlusstraining im Camp Nou

Am Dienstag wird es voller: Milan beim Abschlusstraining im leeren Camp Nou. Getty Images

"Wenn wir Barcelona von unserem Sechzehner fernhalten, haben wir eine bessere Chance weiterzukommen", meinte Allegri bei der offiziellen Presskonferenz im Camp Nou. Zweifellos würde eine reine Mauertaktik Barça in die Karten spielen. Zuletzt war die Abwehr schließlich die große Achillesferse der Katalanen, die in den letzten 14 Pflichtspielen nur zweimal ohne Gegentreffer blieben. Trifft Milan auch auswärts, müssten Messi & Co. schon vier Tor erzielen.

Über die Schwere der Aufgabe gibt sich der Trainer der Rossoneri trotz des Hinspiel-Vorsprungs keinen Illusionen hin: "Ich glaube, wir müssen noch besser spielen als im Hinspiel. Die Partie wird meiner Ansicht nach sehr ähnlich ablaufen." Vor allem gelte es, die Ruhe zu bewahren: "Es ist ein Spiel wie jedes andere."

Vorschau

Allegri hat bis zum Anstoß allerdings noch ein Personalpuzzle zu lösen. Stoßstürmer Pazzini fällt wegen einer Schienbeinprellung mit hoher Wahrscheinlichkeit aus, Balotelli ist nicht spielberechtigt. So wird wohl der 18-jährige Niang in die Startelf rücken. Im Angriff flankiert von Boateng und El Shaarawy. Vielleicht überrascht Allegri Barcelona aber auch mit dem Ziehen eines Jokers wie Bojan oder Robinho. Der Brasilianer absolvierte in diesem Jahr allerdings noch kein Spiel von Beginn an. Immerhin scheint Innenverteidiger Mexes, der sich beim 2:0 beim CFC Genua am Freitagabend wie Pazzini verletzt hatte, einsatzbereit zu sein. Sollte es doch nicht klappen, stünde Bonera als Ersatz bereit.

Im Hinspiel haben wir eine der denkwürdigsten Partien der 26-jährigen Berlusconi-Ära abgeliefert. Wir werden uns sicher nicht im Fort Apache verschanzen.

Auch Milan-Vize Adriano Galliani ist gegen eine Mauertaktik

Allegri war am Montag darum bemüht, den Druck von seinem Team zu nehmen, das die Rückrundentabelle der Serie A anführt und trotz völlig verkorkstem Start nur noch zwei Punkte hinter Platz zwei liegt. "Jeder weiß, wie wichtig dieses Spiel ist, aber die Zukunft des Teams wird der Ausgang nicht verändern. Der Prozess des Umbruchs, den wir im August begonnen haben, endet nicht, weil wir gegen das beste Team der Welt verlieren. Niemand hätte vor dem Achtelfinale auf uns gewettet."

Kapitän Ambrosini hat bei den Rossoneri schon viel miterlebt und warnt vor Übermut. Aus gutem Grund: "Letztes Jahr haben wir Arsenal 4:0 geschlagen und waren dann im Rückspiel kurz davor rauszufliegen." Als warnendes Beispiel dient den Mailändern auch die Saison 2003/04, als die Rossoneri nach einem 4:1-Hinspielsieg gegen Deportivo La Coruña nach einem 0:4 im Rückspiel noch ausschieden.