Frankfurt: Endet die Torflaute?

Gladbach-Fan Veh kann auf Lakic bauen

Armin Veh mit Srdjan Lakic

Erzielte die bisher letzten Eintracht-Tore: Srdjan Lakic (r.), der hier den Anweisungen von Armin Veh lauscht. imago

Lakic kehrte am Dienstag nach einer mehr als einwöchigen Pause wegen Rückenproblemen ins Training zurück. Beim 0:0 in Freiburg hatte der Kroate gefehlt, beim 0:3 in Dortmund zuvor unter Schmerzen mitgewirkt. Gegen Gladbach wird Lakic, der beim 2:0 in Hamburg die bisher letzten Eintracht-Tore erzielt hatte, wieder in der Startelf erwartet, auch wenn sich Veh am Donnerstag - wie beim genesenen Bastian Oczipka (nach Zehenentzündung) - noch bedeckt hielt: "Sie stehen zur Verfügung. Ob sie auch spielen, ist eine andere Sache."

Offenherziger zeigte sich der Eintracht-Coach da schon, als es um seine emotionale Bindung zu den Borussen ging. "Es war immer mein Lieblingsverein, schon als A-Jugendlicher", bekannte Veh - mit einer Einschränkung: "Als kleiner Junge dachte ich, das liegt in der Nähe von München." Später trug der heute 52-Jährige zwischen 1979 und 1985 das "Fohlen"-Trikot als Spieler.

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Die Arena wird mit 51.500 Zuschauern ausverkauft, das Flutlicht eingeschaltet sein. Trotzdem erwartet Veh gegen seine alte Liebe kein allzu attraktives Spiel: "Sie spielen sehr strukturiert. Es ist schwer, dagegen zu spielen. Das könnte ein bisschen zäh werden." Offensichtlich ist zudem: Anders als in der Hinrunde haben sich die Gegner auf den Spielstil der Eintracht eingestellt, stehen häufig tiefer. "Wir werden jetzt anders wahrgenommen. Wir haben unsere Jungfräulichkeit verloren."

Erschwerend kommt hinzu, dass Gladbach wieder auf Zauberfuß Juan Arango (Veh: "Das ist ein richtig guter Fußballer") zurückgreifen kann - und sich in der laufenden Saison gegen die Topteams der Liga hervorragend verkauft: Stand der Gegner vor dem Spieltag unter den ersten Vier der Tabelle, verlor Lucien Favres Elf nicht.

Ich sage dann, was ich dann zu sagen habe.

Armin Veh, dessen Elf am Freitag die 40-Punkte-Marke knacken kann

Beendet die Eintracht neben der Torflaute auch diese Serie, würde sie den Champions-League-Qualifikationsrang definitiv verteidigen und, offiziell wichtiger, die 40-Punkte-Marke knacken. "Wir wollen das erst mal schaffen", bleibt Veh seiner Sprachregelung treu. "Ich sage dann, was ich dann zu sagen habe. Aber mit 40 Punkten haben wir unser großes Ziel geschafft."

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