Bundesliga

Rechtsextreme greifen BVB-Mitarbeiter an - Fans reagieren

Gewalttat beim Champions-League-Spiel in Donezk

Rechtsextreme greifen BVB-Mitarbeiter an - Fans reagieren

Hans-Joachim Watzke

"Tabubruch": BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke ist entsetzt über die Vorfälle in Donezk. imago

Danielsmeyer wurde auf der Toilette in den Rücken getreten, ins Gesicht geschlagen, sein Kopf gegen die Wand geschlagen. Ein BVB-Fan hörte seine Hilferufe und half ihm. Die insgesamt drei Angreifer wurden vom BVB mit einem bundesweiten Stadionverbot belegt. Einer der mutmaßlichen Täter soll BVB-Mitglied sein, gegen ihn wurde ein Ausschlussverfahren eingeleitet. "Die Handlungen waren niederträchtig und stellen einen absoluten Tabubruch dar", sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Der BVB werde "alle Rechtsmittel ausschöpfen, um die Gewalttäter ihrer gerechten Strafe zuzuführen", heißt es in der Presseerklärung.

Schon in der Vergangenheit hatte der Klub Probleme mit rechtsradikalen Fans. Laut BVB-Mitteilung fielen die drei bereits vor dem Spiel auf, weil sie rechtsextreme Parolen riefen. Der Fanbeauftragte Volke wurde von ihnen angegriffen und ins Gesicht geschlagen, als er sich ein Bild von der Situation machen wollte. Ukrainische Ordner unterbanden die Angriffe.

Borussia Dortmund - Vereinsdaten

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Die Dortmunder Polizei bestätigte, dass der BVB-Fanbeauftragte und der Fanprojekt-Mitarbeiter am Freitag Anzeige gegen drei Tatverdächtige erstattet haben. Die Tatverdächtigen haben nach Polizeiangaben ihren Wohnsitz in Deutschland. Alle drei Personen seien namentlich identifiziert und Gegenstand eines Strafverfahrens wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung. Die Ermittlungen wurden vom Staatsschutz übernommen.

Eintracht-Spiel: Fans protestieren per 50-Meter-Banner

Die Dortmunder Anhänger haben am Samstag im Vorfeld des Bundesliga-Spiels gegen Eintracht Frankfurt mit einem organisierten Protest gegen die gewaltsamen Übergriffe reagiert. Ein 50 Meter langes Banner mit der Aufschrift "Borussia verbindet Generationen, Männer und Frauen, alle Nationen" wurde auf der Osttribüne angebracht. Der BVB-Hauptsponsor Evonik hatte dafür auf seine Werbebande verzichtet.