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Gericht verhängt 21 Todesurteile nach Stadion-Massaker

Richterspruch nach der Stadion-Katastrophe von Port Said

Gericht verhängt 21 Todesurteile nach Stadion-Massaker

1. Februar 2012: Spieler von Al-Ahly flüchten in die Katakomben, als hunderte Fans den Platz stürmen.

1. Februar 2012: Spieler von Al-Ahly flüchten in die Katakomben, als hunderte Fans den Platz stürmen. Getty Images

Es sind noch weitere 54 Personen angeklagt, Anfang März sollen hier die Urteile gefällt werden.

Das Gericht in Kairo sah es als erwiesen an, dass die Verurteilten für die Tragödie mit 74 Todesopfern beim Spiel zwischen Al-Masry Port Said und Al-Ahly Kairo am 1. Februar 2012 verantwortlich gewesen sind und verhängte 21 Todesurteile.

Nach dem Urteilsspruch am Samstag weinten die Verwandten der betroffenen Angeklagten im Gerichtssaal. Nach Angaben des ägyptischen Staatsfernsehens versuchten Angehörige, das Gefängnis in Port Said zu stürmen, in dem die Angeklagten inhaftiert sind. Die Familien der Opfer hingegen reagierten erleichtert auf die verhängten Strafen.

Auf den Straßen kam es zu Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Protestlern gegen das Urteil, in Port Said wurden dabei zwei Beamte getötet. Nach Angaben des Staatsfernsehens erlitten bei den Krawallen mindestens 50 Personen Verletzungen. Laut Zeugenaussagen feuerten Angreifer mit automatischen Waffen in Richtung Polizei. Die Beamten hätten daraufhin Tränengas eingesetzt.

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Die Katastrophe war nach dem Abpfiff des Spiels Al-Masry gegen Al-Ahly (3:1) durch den Sturm mehrerer hundert Fans auf den Platz ausgelöst worden. Die getöteten Fans kamen bei der anschließenden Massenpanik ums Leben, Hunderte wurden verletzt.

In den Tagen nach der Katastrophe hatten in Ägypten zahlreiche Protestaktionen gegen den Missbrauch des Fußballs durch politische Institutionen stattgefunden. Bei diesen Demonstrationen kamen 16 weitere Menschen zu Tode.