2. Bundesliga

Arnold: "Zweigleisig planen? Ein Luxusproblem!"

Braunschweig: Der Manager warnt

Arnold: "Zweigleisig planen? Ein Luxusproblem!"

Marc Arnold

Platz 1, komfortabler Vorsprung. Für Braunschweigs Macher Marc Arnold kein Grund, abzuheben. imago

Mit 44 Punkten aus 19 Spielen schaffte der Winter-Meister eine starke Basis, den Sprung ins Oberhaus zu schaffen. Schließlich beträgt der Vorsprung auf Relegationsplatz drei zwölf Zähler, gar 15 sind es auf Rang 4. Die Euphorie in der Stadt ist kaum steigerungsfähig, wie Arnold meint, und natürlich hat auch er dies registriert: "Klar, auch wir können die Tabelle lesen. Und wir können auch ein bisschen Kopfrechnen und die Abstände einschätzen."

Die Konkurrenz gratuliert schon zum Aufstieg. Und obwohl Arnold nicht daran glaubt, dass seine Spieler zu viel an die Bundesliga denken und somit weniger fokussiert arbeiten werden, mahnt er: "Wir wissen auch, dass Düsseldorf vor einem Jahr mit 42 Punkten ähnlich gut dastand und sich dann letztlich nur gerade noch so in die Relegation gerettet hat. Der Weg ist einfach noch weit und ein möglicher Aufstieg kein Selbstläufer."

Trainersteckbrief Lieberknecht
Lieberknecht

Lieberknecht Torsten

Eintracht Braunschweig - Vereinsdaten

Gründungsdatum

15.12.1895

Vereinsfarben

Blau-Gelb

"Der Weg ist einfach noch weit."

Marc Arnold

2008 kam Arnold zur Eintracht, wie Coach Torsten Lieberknecht (39), den er als Glücksfall für den Verein bezeichnet, als Berufsanfänger. Die Zielsetzung, den deutschen Meister von 1967 in dieser Saison zunächst in der 2. Liga zu etablieren, ehe der Aufstieg angestrebt wird, ist ob der gegenwärtigen Entwicklung überholt. Zweigleisig wird der Manager planen, für ihn stellt das ein "Luxusproblem" dar.

Das Aufstiegsmodell, das Arnold beim Sprung aus der 3. Liga praktiziert hat, soll sich bei der möglichen Rückkehr ins Oberhaus nicht ändern. Nicht das große Geld, aber Werte wie "Zusammenhalt, Tradition, Identifikation, Kontinuität" lauten die Argumente des 42-Jährigen, wenn es darum geht, die Eintracht als lohnendes Ziel für entwicklungsfähige Spieler ins Visier zu rücken. "Und einen Trainer, der nachgewiesen hat, dass er Spieler besser machen kann."