Hertha: Franz und Jancker im Lauftraining

Schulter raus! Pekarik wird operiert

Peter Pekarik

Schmerzhaft: Herthas Peter Pekarik hält sich die lädierte Schulter. picture alliance

Es lief bereits die Nachspielzeit, als Pekarik unglücklich auf die linke Schulter fiel. Der 26-Jährige griff sich sofort mit schmerzverzerrtem Gesicht an das verletzte Gelenk. Für den Verteidiger ging es nicht mehr weiter, er musste von den Betreuern vom Platz geführt werden.

Am Dienstag folgte dann die niederschmetternde Diagnose: Pekarik hatte sich bei der Aktion die linke Schulter ausgekugelt. Unter Betäubung musste das Gelenk wieder eingerenkt werden. Nach einer MRT-Untersuchung am Dienstagvormittag durch Teamarzt Dr. Uli Schleicher wurde entschieden: Pekarik wird sich bereits am Mittwoch in München einer Operation beim Spezialisten Prof. Peter Habermeyer unterziehen. In diesem Jahr wird der Rechtsverteidiger anschließend nicht mehr auflaufen können.

"Wir hoffen, dass die Botschaft nicht so schlimm ausfällt wie bei Maik Franz", hatte Hertha-Trainer Jos Luhukay bereits zuvor erklärt. Verteidiger Franz hatte sich im September beim 1:1 in Kaiserslautern eine komplizierte Schulterverletzung zugezogen und musste operiert werden.

Pekarik wechselte kurz vor dem Ende der Sommer-Transferperiode vom VfL Wolfsburg zu Hertha BSC. Bei den Hauptstädtern konnte er sich auf Anhieb einen Stammplatz erkämpfen und kam seitdem in jedem Ligaspiel zum Einsatz. Nun wird er allerdings eine längere Zwangspause einlegen. "Wir haben den Sieg teuer bezahlt", sagte Manager Michael Preetz.

Trotz Rekord: Luhukay tritt als Mahner auf

Doch Luhukay konnte sich am Dienstag auch über zwei Rückkehrer freuen. Denn der bereits erwähnte Franz stieg ebenso in das Lauftraining ein wie Christoph Jancker. Ein konkreter Comeback-Termin für die beiden steht aber noch nicht fest.

Mit dem 1:0 über St. Pauli hat Hertha einen vereinsinternen Rekord gebrochen. Noch nie blieb die "Alte Dame" in zwölf Ligaspielen am Stück ohne Niederlage. Trotz der neuen Bestmarke tritt der Trainer weiter als Mahner auf. "Wir fixieren uns nur auf uns. Es bleibt ein sehr langer Weg", erklärte Luhukay sofort nach dem wichtigen Dreier gegen die wiedererstarkten Hamburger: "Wer den längsten Atem hat, setzt sich durch", führte der 49-Jährige aus.