2. Bundesliga

Eintracht zwei Wochen ohne Kratz

Braunschweig: Standardspezialist erleidet Syndesmose-Anriss

Eintracht zwei Wochen ohne Kratz

Kevin Kratz

Zwangspause: Kevin Kratz erlitt einen Anriss der Syndesmose und fehlt wohl zwei Wochen. imago

In der 61. Spielminute verließ Kratz den Rasen im Dresdner glücksgas-Stadion. Der zentrale Mittelfeldmann konnte nicht mehr weitermachen: er zog sich einen Anriss der Syndesmose zu. Zuvor hatte er mit einem Eckball von links die Führung der Eintracht selbst eingeleitet. Seine Hereingabe fand den Kopf von Kapitän Kruppke, der zum 1:0 ins lange Eck verwandelte (37.). Die Weichen für den achten Saisonsieg waren gestellt - am Ende siegte Braunschweig mit 2:0 .

Nun wird der Standardspezialist des Tabellenführers rund zwei Wochen fehlen. Mit fünf Torvorlagen in neun Spielen (kicker-Notenschnitt: 3,17) war er einer der Erfolgsgaranten des BTSV. "Es ist schade für ihn, dass er in einer so erfolgreichen Phase ausfällt", sagte der Sportliche Leiter Marc Arnold, "aber wir haben einen ausgeglichenen Kader."

2. Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Eintracht Braunschweig
27
2
Hertha BSC
22
3
1. FC Kaiserslautern
21
Trainersteckbrief Lieberknecht

Lieberknecht Torsten

Spielersteckbrief Kruppke

Kruppke Dennis

Spielersteckbrief Theuerkauf

Theuerkauf Norman

Spielersteckbrief Kratz

Kratz Kevin

Eintracht Braunschweig - Vereinsdaten

Gründungsdatum

15.12.1895

Vereinsfarben

Blau-Gelb

Zweitliga-Knaller am Samstag

Kratz' Verletzung kommt freilich zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt: Am Samstag (13 Uhr, LIVE! auf kicker.de) treffen die "Löwen" im Top-Spiel auf Hertha BSC. Ein Duell zwischen dem Ersten und dem Zweiten. "Hertha wird der Gradmesser. Das ist ein Team, das Erstligaformat hat", so Kruppke. Auch Team-Kollege Theuerkauf freut sich "riesig auf den Aufstiegsfavoriten Nummer eins".

Letzterer wird sich dann wohl verantwortlich für die Standards zeigen. Theuerkauf zeigte schon in der Vergangenheit, dass er eine gute Alternative für die Ausführung von ruhenden Bällen darstellt. Vor allem die Freistöße des defensiven Mittelfeldspielers gelten als gefährlich.

Lieberknechts Flexibilität

Trainer Torsten Lieberknecht wird also zum Umbauen gezwungen sein. Kein Problem für den 39-Jährigen, der sich im bisherigen Saisonverlauf äußerst experimentierfreudig zeigte und bewies, wie flexibel seine Mannschaft auftreten kann. So ließ der Coach dreimal im 4-1-4-1-, zweimal im 4-4-2-, zweimal im 4-2-3-1- und einmal im 4-1-2-1-2-System agieren. Mit Erfolg: Braunschweig ist noch immer ungeschlagen und seit dem zweiten Spieltag ununterbrochen Spitzenreiter.