Regionalliga

"Wir dürfen nicht vergessen, wo wir herkommen"

Rehden: Die Aufholjagd geht weiter

"Wir dürfen nicht vergessen, wo wir herkommen"

Predrag Uzelac

Warnt vor übertriebener Euphorie: Rehdens Trainer Predrag Uzelac (hier noch im Dress des SV Wilhelmshaven). imago

Mit Fußballern und dem Aberglaube ist das so eine Sache. Der eine steht nur mit dem linken Bein auf, der andere zieht zwei verschiedene Socken an, und der Dritte geht grundsätzlich als Letzter aufs Feld.

Beim BSV Rehden werden seit Wochen nur noch die roten Ausweichtrikots in den Koffer gelegt - und seither hat der Aufsteiger in der Regionalliga Nord drei Siege in Folge gefeiert, ist zudem ins NFV-Pokalhalbfinale eingezogen. "Und so lange sie Glück bringen, werden wir sie weiter tragen", grinst Stürmer Alexander Neumann (22), am Samstag Doppeltorschütze beim 3:1 gegen Victoria Hamburg.

Trainersteckbrief Uzelac

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Doch an den Trikots allein liegt es freilich nicht, dass Rehden derzeit auf einer Erfolgswelle schwimmt. Die Mannschaft hat aus Rückschlägen gelernt. "Wir gehen viel konzentrierter in die Spiele und halten diese Konzentration auch lange hoch. Im Moment ist es schwer, uns zu schlagen", sagt Neumann.Die Defensive um die beiden Innenverteidiger Stefan Heyken und Michael Wessel sowie Sechser Maarten Schops lässt derzeit kaum etwas zu.

Zudem haben Neumann und sein Sturmpartner Paul Kosenkow (28) zu der Torgefährlichkeit gefunden, die sie in den ersten Spielen noch hatten vermissen lassen. Allein acht der letzten elf Tore gehen auf das Konto der beiden Offensivkräfte. "Wir sind vorn wesentlich effektiver geworden", freut sich Trainer Predrag Uzelac, der mit dem bisherigen Abschneiden seiner Mannschaft sehr zufrieden ist.

"Wir haben als Aufsteiger jetzt 15 Punkte. Das ist absolut top. Dennoch dürfen wir nicht vergessen, wo wir herkommen", versucht der Coach die entstandene Euphorie im Umfeld nicht zu groß werden zu lassen. Denn gerade in Zeiten des Erfolges sei es umso wichtiger, auf dem Boden zu bleiben, fordert Uzelac: "Wir müssen aufpassen und dürfen jetzt nicht nachlassen. Darin liegt die größte Gefahr." Denn ausschließlich werden sich die Rehdener nicht auf ihre roten Trikots verlassen können . . .

Arne Flügge