Regionalliga

Tristesse am Riederwald

E. Frankfurt II: War der (K)Aderlass zu groß?

Tristesse am Riederwald

Alexander Schur

Zur Zeit geht nicht viel bei Eintracht Frankfurt II: Trainer Alexander Schur steht die Verzweiflung ins Gesicht geschrieben. imago

Im Jahr 2008 kehrte Eintracht Frankfurt II in die Regionalliga zurück und gehörte dank flotter Spielweise vier Spielzeiten lang zu den Aushängeschildern der Liga. Doch im Herbst 2012 herrscht Tristesse am Riederwald. Aus den vergangenen sieben Begegnungen holte die Mannschaft von Trainer Alexander Schur (41) lediglich einen Punkt und zeigte wenig überzeugende Leistungen. Zuletzt am spielfreien Wochenende folgte als negativer Höhepunkt sogar der Sturz auf den letzten Tabellenplatz - ausgerechnet nach einem Erfolg des Lokalrivalen FSV Frankfurt II.

Es sei "schwierig zu erklären", weshalb nach dem starken Start das Team in den Abstiegsstrudel geraten ist, meint Nachwuchskoordinator Holger Müller, der für Spielertransfers verantwortlich ist. "Die Jungs haben jedenfalls kein Selbstvertrauen mehr. Sie spielen zwar meistens besser als der Gegner, machen aber einfache, individuelle Fehler und treffen kaum ins Tor", beschreibt der 53-Jährige die aktuelle Misere. Mit vielen Einzelgesprächen versuchen Schur und sein Assistent Patrick Glöckner (35) nun die Spieler wieder aufzubauen.

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Nach der Etatreduzierung und dem Weggang von vielen Leistungsträgern hatte sich allerdings abgezeichnet, dass womöglich eine dornige Saison auf die Eintracht zukommen würde. Der Qualitätsverlust in der Sommerpause war einfach zu groß. Gerade in der Offensive macht sich dies bemerkbar, da in Elia Soriano, Ugur Albayrak, Dimitrij Nazarov, Marcos Alvarez und Sascha Wolfert die treffsichersten Akteure gingen. Das Quintett schoss 51 der 69 Tore in der Vorsaison.

Erschwerend kommt hinzu, dass in Noyan Öz (21)und Daniel di Gregorio (21) zwei potenzielle Stammkräfte aus Verletzungsgründen bisher nicht mitwirken konnten. Di Gregorio muss sich sogar einer zweiten Kreuzbandoperation unterziehen und fällt laut Müller "bis Februar oder März aus".

Stefan Fritschi