Ismaning: Kein Killerinstinkt vorhanden

Schmöller: "Mit Gewalt"

Frank Schmöller

"Das Glück erzwingen": Ismaning-Coach Frank Schmöller. imago

Nach der Bayernliga-Vizemeisterschaft 2010 sowie dem Titel 2011 hatte sich die Schmöller-Elf zwar in der Vorsaison erst am letzten Spieltag den Direktzugang für die Regionalliga gesichert. Mit einigen vielversprechenden Verstärkungen allerdings sollte dort eine erneute Zittersaison vermieden werden. Auch der Start schien die Ambitionen durchaus zu bestätigen: Von den ersten zwölf Partien wurde nur eine verloren. Kosteten jedoch bereits in dieser Phase (zu) viele Unentschieden wertvolle Punkte, so weitete sich der fehlende "Killerinstinkt" nun zum veritablen Problem aus.

Der in der gesamten Liga als besonders spielstark gefürchteten Schmöller-Elf fehlten allzu oft die adäquaten Mittel, um einen kompakt verteidigenden Gegner auszuhebeln. 17 Treffer in 17 Spielen sind angesichts der vorhandenen Offensivqualität schlicht indiskutabel. Bei Viktoria Aschaffenburg etwa sei man zum wiederholten Mal "für unsere Inkonsequenz bestraft worden", monierte der ehemalige Profi. So fordert Schmöller nun, "das Glück auch mal wieder zu erzwingen, und sei es mit Gewalt". Die nächste Gelegenheit bietet sich hierzu am Samstag (14 Uhr) - dann empfängt der FC Ismaning den TSV Rain/Lech.

Matthias Horner