St. Pauli: Tiefpunkt und Kurz-Absage

Bruns: "Unser Rucksack wird jede Woche größer"

Tiefpunkt: St. Pauli (hier Kalla) kommt nicht auf die Beine.

Tiefpunkt: St. Pauli (hier Kalla) kommt nicht auf die Beine. imago

Jetzt sagte Kurz Nein zu St. Pauli. Und stürzt den Klub weiter in Not. Denn dass ein neuer Chef schleunigst hermuss, wurde in Regensburg überdeutlich. Interimscoach Thomas Meggle (37) nach dem unerwarteten Debakel ehrlich: "Das war ein Tiefpunkt." St. Pauli sitzt im Keller fest. Die Hoffnung, dass allein das Ziehen der Reißleine die Verkrampfung lösen könnte, erwies sich als Trugschluss. Im Gegenteil: "Unser Rucksack wird jede Woche größer", stellt Florian Bruns (33) fest. Die Zuversicht, die Ex-Trainer Schubert aus dem couragierten Auftritt beim FSV Frankfurt (1:2) vor einer Woche zu speisen versucht hat, ist verpufft.

"Das", sagt Sebastian Schachten (27), "war vom Niveau her eine Ausnahme, denn wir spielen ja schon seit Wochen nicht so, wie wir uns das vorstellen." Und sie treffen nicht mehr. Vier Tore aus acht Partien sind die Bilanz eines Absteigers. Das Auftreten von Regensburg ebenso. Immerhin, Augenwischerei wird nicht betrieben. Meggle: "Wir müssen nur auf die Tabelle schauen, um den Ernst der Lage zu erkennen." Klubboss Stefan Orth (45) will deshalb keine Zeit verlieren. Die Statuten erlauben Interimslösung Meggle noch eine Partie als Trainer. Orth hingegen strebt an, dass der neue Chefcoach schon am kommenden Freitag gegen Union Berlin auf der Bank sitzt.