Bundesliga

Klopp hofft auf die richtigen Schlüsse

Dortmund: Reus braucht Geduld - Gündogan und Bender fraglich

Klopp hofft auf die richtigen Schlüsse

Marco Reus

Hat noch Anpassungsprobleme in Dortmund: Marco Reus. imago

Hinter dem Einsatz von Ilkay Gündogan und Sven Bender steht ein dickes Fragezeichen. Gündogan, der schon das Spiel in Hamburg wegen einer Grippe verpasst hatte, kehrte zwar zum Wochenbeginn ins Training zurück, ist aber noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. Seinem möglichen Ersatz Bender droht ebenfalls der Ausfall, wegen einer Erkältung fehlte er beim Training. "Das ist nicht wahnwitzig günstig", meinte Trainer Jürgen Klopp am Montag. Im defensiven Mittelfeld dürften deshalb aller Voraussicht nach wieder Sebastian Kehl und Moritz Leitner zum Einsatz kommen.

"Wir haben das Gefühl, etwas gutmachen zu wollen - und zwar unbedingt", kommentierte Klopp vor dem Gastspiel in Frankfurt. Die Hessen fuhren bisher vier Siege in vier Spielen ein. "Die Eintracht ist beseelt vom guten Start. Sie hat die richtigen Transferentscheidungengetroffen und aus dem Abstieg das Beste gemacht", lobte Klopp, dessen eigenes Team bislang noch nicht so richtig ins Rollen kam.

Trainersteckbrief Klopp

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Bender Sven

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Reus Marco

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Gündogan Ilkay

Vor allem in der offensiven Dreierreihe hinter Robert Lewandowski hat Klopp seine Idealbesetzung noch nicht gefunden. Alleine in Hamburg sortierte der BVB-Coach diesen Mannschaftsteil dreimal neu. In fünf von sechs Pflichtspielen besetzte Klopp seine Offensiv-Achse um. Marco Reus zählte mit Ausnahme der Partie in Leverkusen (3:0) anfangs immer zur Startbesetzung. Mal ließ er seine Klasse aufblitzen (wie zum Auftakt gegen Bremen, kicker-Note 2), mal lief das Geschehen an ihm vorbei (wie in Hamburg, 5). Sportdirektor Michael Zorc wirbt um Verständnis dafür, dass Reus beim BVB noch mit Anpassungsproblemen zu kämpfen hat: "Unser Spiel ist anders als das von Mönchengladbach."

Wenn wir aus Hamburg die richtigen Schlüsse ziehen, darf es die letzte Niederlage für eine Weile gewesen sein.

Jürgen Klopp

Am Samstag zog es den zunächst für die linke Seite eingeteilten Reus zu oft ins Zentrum. "Dort", monierte Klopp, "haben sich Mario, Marco und Ivan nicht den Raum gelassen, den sie für ihr Spiel benötigen." Bei der Nachbearbeitung der ersten Niederlage seit dem 18. September 2011 (1:2 in Hannover) dürfte dies zur Sprache gekommen sein - und wohl auch einiges mehr. Die Geschichte des Vorjahres, als die Borussia von den ersten sechs Spielen drei verlor, soll sich nicht wiederholen.

"Wenn wir aus Hamburg die richtigen Schlüsse ziehen, darf es die letzte Niederlage für eine Weile gewesen sein", ist Klopp zuversichtlich. Er habe noch nie eine Mannschaft trainiert, die ihre beste Phase in den ersten fünf Spielen hatte, so der BVB-Coach: "Unsere eigentliche Leistungsfähigkeit wird immer erst im Laufe einer Saison zum Vorschein kommen."