Regionalliga

Mijo Stijepic: Ein Leitwolf mit Köpfchen

Ismaning: Stürmer träumt von Schalke

Mijo Stijepic: Ein Leitwolf mit Köpfchen

Mijo Stijepic

Nicht zu stoppen: Ismanings Stürmer Mijo Stijepic (rechts) ist der Leitwolf seines Teams. imago

Im Duell der beiden letzten Bayernliga-Meister schickte der FC Ismaning (Meister 2011) den amtierenden Titelträger aus Rosenheim mit einem nie gefährdeten 3:0 gedemütigt nach Hause. Den Schlusspunkt der Partie überließ Frank Schmöllers (46) Mannschaft ihrem Leitwolf.

Ein FCI-Tor von Mijo Stijepic besitzt zwar beileibe keinen Seltenheitswert. 70 Treffer gelangen dem 33-Jährigen in 140 Einsätzen für Ismaning (seit 2008). Kopfballtore, wie jenes am Samstag, "waren aber nicht viele dabei", gibt der für einen Angreifer mit 1,75 Meter eher klein gewachsene Stijepic unumwunden zu. In Anlehnung an "Kopfballungeheuer" Horst Hrubesch bekam er von seinem Coach den Spitznamen "Horst" verpasst.

Regionalliga Bayern - 9. Spieltag
Regionalliga Bayern - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
FV Illertissen
20
2
1. FC Nürnberg II
17
3
Bayern München II
17
Spielersteckbrief Stijepic

Stijepic Mijo

Ob seines einwandfreien Charakters, seiner überragenden fußballerischen Qualitäten und seiner tadellosen Mentalität genießt der ehemalige Spieler von Schalke II ohnehin ein Höchstmaß an Anerkennung - selbst bei den Gegnern. Satt ist er deshalb noch lange nicht. Auch in seinem "vierten Frühling" nicht, wie er lachend erklärt. Selbstverständlich müsse er sich im Training teils Sprüche anhören wie: "Geht´s noch, alter Sack?"

Keine Ermüdungserscheinungen beim "Spätzünder"

Dabei sind bei Stijepic keinerlei Ermüdungserscheinungen erkennbar. Im Gegenteil. Er verfolgt noch ein ganz spezielles Ziel: Die beste Amateurmannschaft der Liga qualifiziert sich am Ende der Saison für den DFB-Pokal, "da noch einmal gegen meine Schalker spielen zu können, das wäre ein absoluter Traum". Damals bei den "Knappen" blieb ihm noch der Durchbruch verwehrt, über die TSG Thannhausen kam er zum FCI. Ein "Spätzünder" sei er, der "zu spät erwachsen geworden" sei. Diese Versäumnisse scheint der Torjäger im Karriere-Herbst nachholen zu wollen. Dass er aber nun auf seine späten Tage zum Kopfballungeheuer mutiert, davon ist kaum auszugehen.

Matthias Horner