Frankfurt: Abwehrbesetzung entscheidet sich kurzfristig

Vehs Konstante heißt Zambrano

Carlos Zambrano

Rückkehr in die Bundesliga nach über 17 Monaten: Carlos Zambrano. picture alliance

Am Mittwoch ließ Eintracht-Trainer Armin Veh (51) erstmals in dieser Woche Elf-gegen-Elf spielen. Und die Startelf des Pokal-Spiels in Aue (0:3) war auf einer Position verändert: Der 23-jährige Zambrano verteidigte anstelle von Heiko Butscher. "Die Wahrscheinlichkeit, dass Zambrano am Samstag spielt, ist groß. Wer an seiner Seite aufläuft, weiß ich noch nicht", so Veh. Darüber wolle er erst am Spieltag befinden, es werde "eine Bauchentscheidung".

Alles deutet auf einen Zweikampf zwischen Vadim Demidov, der am Mittwoch an der Seite von Zambrano übte, und Anderson hin. Butscher scheint nach dem schwachen Pokal-Auftritt außen vor. Demidovs Vorteil gegenüber Anderson: Der Norweger mit russischen Wurzeln hat mehr Trainingseinheiten mitgemacht als der Brasilianer. Doch Anderson "hat aufgeholt", sagt Veh. Auch er stehe am Samstag für die Startelf zur Debatte - anscheinend mit guten Chancen, denn am Donnerstag trainierte der Brasilianer neben Zambrano im A-Team. Ganz nüchtern äußerte sich der Trainer am Donnerstag zu den Schwierigkeiten der beiden zentralen Verteidiger: "Die Problematik, dass Bamba so lange krank war und Demidov Trainingsrückstand hat, war mir ja bereits vorher bekannt, das kann man nun mal nicht ändern."

Zambranos Situation hat sich vereinfacht

Carlos Zambrano wird gegen Leverkusen also aller Voraussicht nach sein Bundesliga-Comeback nach 539 Tagen geben. Im März 2011 bestritt er sein 36. und vorläufig letztes Bundesligaspiel. Ein Sehnenriss im Hüftbeuger und eine langwierige Muskelverletzung im rechten Oberschenkel sorgten dafür, dass Zambrano erst nach dem Jahreswechsel 2011/12 wieder für den FC St. Pauli auflaufen konnte. Wegen des frühen Zweitligastarts hat er eine sehr kurze Sommerpause hinter sich. "Nach Saisonende war ich mit der Nationalmannschaft von Peru auf Reisen. Bei St. Pauli habe ich die Vorbereitung inklusive zweier Trainingslager komplett mitgemacht", erzählt Zambrano.

Der 1. Spieltag

Kontakt zur Eintracht "gab es seit vier Monaten. Ich freue mich, dass es endlich geklappt hat", ergänzt er. Ähnlich froh macht ihn, dass durch den Wechsel die Transferrechte nur noch beim aktuellen Verein liegen. "Zuvor war eine Schweizer Agentur beteiligt, es war sehr kompliziert", meint Zambrano. Künftig kann die Eintracht allein entscheiden, falls der Innenverteidiger während des bis 2015 laufenden Vertrags wieder einmal die Neugier anderer Vereine weckt. Allerdings sollen die Schweizer noch an der Ablöse partizipieren.

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