Bundesliga 2002/03, 28. Spieltag
16:09 - 40. Spielminute

Gelbe Karte
Hollerbach
HSV

16:32 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Dortmund)
Ricken
für Amoroso
Dortmund

16:36 - 50. Spielminute

Gelbe Karte
Cardoso
HSV

16:44 - 58. Spielminute

Gelbe Karte
Maltritz
HSV

16:47 - 60. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Takahara
für Cardoso
HSV

16:52 - 65. Spielminute

Tor 1:0
Romeo
Kopfball
Vorbereitung Hollerbach
HSV

16:55 - 68. Spielminute

Tor 1:1
Koller
Rechtsschuss
Vorbereitung Dede
Dortmund

17:01 - 75. Spielminute

Gelb-Rote Karte
Frings
Dortmund

17:05 - 78. Spielminute

Spielerwechsel (Dortmund)
S. Reuter
für Ewerthon
Dortmund

17:14 - 88. Spielminute

Gelbe Karte
Takahara
HSV

HSV

BVB

28. Spieltag, Hamburger SV - Borussia Dortmund 1:1 (0:0)

Dortmund wahrt den Abstand

Hamburgs Trainer Jara nahm nach dem glücklichen 1:0-Sieg gegen Bielefeld zwei Veränderungen vor. Für Hertzsch kam Abwehrchef Hoogma zurück ins Team und der Japaner Takahara musste Wicky im Sinne einer defensiveren Aufstellung weichen. BVB-Coach Sammer setzte nach der bitteren 1:2-Schlappe gegen Bremen weitgehend auf Wiedergutmachung und ließ bis auf den Wechsel von Ewerthon für Reuter die gleiche Startformation auflaufen.


Das Spiel im Live-Ticker Der 28. Spieltag im Überblick


Spieler des Spiels

Nico Jan Hoogma Abwehr

2
Spielnote

4
Tore und Karten

1:0 Romeo (65', Kopfball, Hollerbach)

1:1 Koller (68', Rechtsschuss, Dede)

HSV

Pieckenhagen 3,5 - Fukal 4,5, Hoogma 2, Ujfalusi 4, Hollerbach 3 - Wicky 4, Maltritz 3,5 , Cardoso 4,5 - Mahdavikia 4, Romeo 3 , Barbarez 4

Dortmund

Weidenfeller 3 - Evanilson 4, Madouni 3, Wörns 4, Dede 2,5 - Kehl 3,5, Frings 4 , Rosicky 4 - Ewerthon 4 , Koller 3 , Amoroso 5,5

Schiedsrichter-Team

Dr. Helmut Fleischer Sigmertshausen

5,5
Spielinfo

Stadion

AOL Arena

Zuschauer

55.500 (ausverkauft)

Hochspannung in der AOL-Arena: Mit einem Sieg hätte der HSV die große Chance gehabt, bis auf einen Punkt an den Champions-League-Qualifikationsplatz heranzukommen. Dementsprechend engagiert legten die Hanseaten los und kombinierten ansehnlich. Doch es dauerte nur wenige Minuten, ehe sich die Dortmunder, die zunächst sehr weit weg vom Gegner standen, fingen. Eine lebhafte Partie entwickelte sich, auch wenn eine klare, konsequente Linie bei keiner der beiden Mannschaften zu sehen war. Gegen Mitte der ersten Hälfte erlebte die Partie in puncto Spieltempo eine kurze Hochphase, allerdings blieben Chancen weiter Mangelware. Der HSV suchte seine Möglichkeit konsequent, gegen die sichere BVB-Abwehrreihe fehlten aber die Ideen. So musste Keeper Weidenfeller nur ein einziges Mal bei einer ungenauen Flanke zupacken. In der Offensive deuteten die Dortmunder zwar ihr spielerisches Potenzial an, zwingend war das aber alles nicht – viel Einsatz, kein Spielkonzept. Hektik und Gewürge bestimmten die letzten Minuten der ersten 45 Minuten. Größter Aufreger: Hollerbach trifft Rosicky im Laufduell mit dem Ellenbogen am Kopf. Heftige Tumulte um Hollerbach folgten, der ebenso mit einer Gelben Karte ermahnt wurde wie Frings, der sich heftig erregte (40.). Zur Pause brachte BVB-Coach Sammer Ricken für Amoroso – ein Versuch, mehr Linie ins Spiel und ein Übergewicht im Mittelfeld zu bekommen. Und siehe da, die Borussia hatte nun mehr vom Spiel und brachte die HSV-Defensive mit scharfen Flanken in Bedrängnis. Ewerthon vergab die beste Gelegenheit per Kopf, Hollerbach hatte ihn in letzter Minute entscheidend gehindert (55.). Die Norddeutschen hielten aber zu jedem Zeitpunkt dagegen und hatten mit Mahdavikias Pfostentreffer (56.) die beste Gelegenheit des Spiels. Auch Coach Jara roch Lunte und brachte mit Takahara einen weiteren Stürmer. Nun wurde es endlich rasanter und kam dem näher, was sich viele von diesem Spitzenspiel erwartet hatten. Der HSV kam ein ums andere Mal gefährlich vor das Borussen-Tor. In der 67. Minute war es endlich soweit: Hollerbach hatte den Ball schön nach innen gebracht und Romeo wuchtig per Kopf vollendet. Dieser Treffer wirkte auf die Borussen wie eine Injektion. Im direkten Gegenzug versenkte Koller den Ball aus sechs Metern im Netz, nachdem Fukal und Ujfalusi stümperhaft durchgelassen hatten (69.). Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, den der BVB in der Schlussphase mit einem Mann weniger bestreiten musste. Frings wurde von Schiedsrichter Fleischer mit Gelb-Rot in die Kabine geschickt (76.) – eine überharte Entscheidung. Das Niveau fiel nun wieder deutlich ab, einzig Romeo hatte in der 86. Minute die Chance, zum Matchwinner zu avancieren. Doch einige Zentimeter fehlten dem Argentinier zum Glück. In einer lebhaften, aber zerfahrenen und ungeordneten Partie trennten sich beide Teams verdient ohne Sieger. Der HSV verbuchte die besseren Chancen, machte in der Endphase aber zu wenig aus der numerischen Überzahl. Die Dortmunder blieben kühl im Kopf und ließen sich auch in Unterzahl nicht einschnüren. Von der angekündigten Trotzreaktion war jedoch wenig zu spüren, den Abstand zum HSV wahrten sie.