Bundesliga 2002/03, 17. Spieltag
16:39 - 53. Spielminute

Spielerwechsel
K. Hansen
für Wimmer
Rostock

16:45 - 59. Spielminute

Spielerwechsel
Vorbeck
für Prica
Rostock

16:45 - 59. Spielminute

Gelbe Karte
Benjamin
HSV

16:51 - 65. Spielminute

Spielerwechsel
Persson
für Aduobe
Rostock

16:54 - 68. Spielminute

Spielerwechsel
Heinz
für K. Christensen
HSV

16:54 - 68. Spielminute

Spielerwechsel
Wicky
für Cardoso
HSV

16:57 - 71. Spielminute

Gelbe Karte
Hollerbach
HSV

17:00 - 74. Spielminute

Gelbe Karte
Vorbeck
Rostock

ROS

HSV

17. Spieltag, Hansa Rostock - Hamburger SV 0:0

Lahmer Kick an der Ostsee

Rostocks Coach Armin Veh stellte seine Mannschaft im Vergleich zur 0:3-Pleite bei Arminia Bielefeld auf zwei Positionen um: Für den Gelb-Rot gesperrten Jakobsson rückte Hill in die Innenverteidigung. Meggle durfte wieder von Anfang an spielen, dafür nahm Hirsch auf der Bank Platz. Hamburgs Trainer Kurt Jara musste gegenüber dem 1:1-Unentschieden gegen Bochum auf den gesperrten Barbarez (Gelb-Rot) verzichten. Kitzbichler, der seit dem 1. Spieltag zum ersten Mal wieder in der Anfangsformation stand, rutschte ins Mittelfeld. Damit war Christensen die einzige nominelle Spitze.


Das Spiel im Live-Ticker Der 17. Spieltag im Überblick


Trotz des zum Teil gefrorenen Bodens sahen die 21 400 Zuschauer eine sehr temporeiche Partie zu Beginn. Nach fünf starken Minuten des HSV kamen die Gastgeber in Fahrt und hatten mit Arvidsson die erste gute Chance, doch der Schwede vergab nach einer guten Maul-Flanke per Kopf (7.). Insgesamt ließen sich die Rostocker aber in der Anfangsphase zu sehr hinten reindrängen. Die Hamburger verstanden es hingegen nicht, aus der optischen Überlegenheit zwingende Chancen zu erspielen. Die Hanseaten konterten geschickt und machten in der Defensive die Räume eng. Nach einer Viertelstunde wurden die meisten Hansa-Konter durch Fehlpässe unterbrochen. Rostocks Spielmacher Meggle schaffte es kaum, eine Bindung zwischen Mittelfeld und Sturm herzustellen. So wurde die Begegnung im Vergleich zum Spielbeginn immer statischer und zerfahrener. Beide Teams schoben das Leder im Mittelfeld herum, nur wenige Spieler boten sich an, Tormöglichkeiten blieben Mangelware. Nach einer guten halben Stunde befreiten sich die Ostseestädter etwas, doch es gab weiterhin nur „Plätscherfußball“ zu sehen. Dies änderte sich auch nicht bis zur Halbzeit.

Die zweite Hälfte ging genauso weiter, wie die erste aufgehört hatte. Kaum Bewegung im Spiel, viele lange Bälle, die nicht ankamen, nur Stückwerk war erkennbar. Erst nach einer guten Stunde brachten drei Einwechslungen auf Seiten der Rostocker einen leichten Wind in das Offensivspiel der Gastgeber. Die Veh-Elf nahm das Heft in die Hand und hatte Möglichkeiten durch Arvidsson, dem Hertzsch das Leder vom Fuß spitzelte (63.), und dem eingewechselten Vorbeck, der aus 16 Metern neben den Pfosten schoss (69.). HSV-Coach Kurt Jara reagierte und brachte Wicky und Heinz (für Cardoso und Christensen). Damit schien das taktische Konzept klar, das 0:0 über die Zeit zu retten. Die Hamburger setzten das um und standen in der Defensive sehr sicher. Hansa arbeitete sich höchstens bis zum Strafraum vor, ehe der Ball verloren ging. Auch die Schlussphase brachte nicht die vom Publikum gewünschte Wende, so endete die Begegnung torlos.

Insgesamt ein sehr schwaches und wenig ansehnliches Spiel. Den Spielern waren die frostigen Temperaturen und der kalte Ostseewind anzumerken. Die Teams konzentrierten sich auf die Abwehrarbeit, so gab es so gut wie keine Torchancen.