Bundesliga 2002/03, 17. Spieltag
15:45 - 14. Spielminute

Tor 1:0
Daun
Rechtsschuss
Vorbereitung Skripnik
Bremen

15:51 - 17. Spielminute

Gelbe Karte
Aidoo
Gladbach

15:51 - 21. Spielminute

Gelbe Karte
Baumann
Bremen

16:43 - 55. Spielminute

Spielerwechsel
Banovic
für Lisztes
Bremen

16:46 - 58. Spielminute

Tor 2:0
Ailton
Linksschuss
Bremen

16:52 - 64. Spielminute

Spielerwechsel
Ketelaer
für Witeczek
Gladbach

17:01 - 73. Spielminute

Spielerwechsel
Klasnic
für Daun
Bremen

17:01 - 73. Spielminute

Spielerwechsel
Küntzel
für Demo
Gladbach

17:11 - 83. Spielminute

Spielerwechsel
Charisteas
für Ailton
Bremen

BRE

BMG

17. Spieltag, Werder Bremen - Bor. M'gladbach 2:0 (1:0)

Ailton mit Saisontor Nummer 13

Werder Bremens Trainer Thomas Schaaf begann nach dem 1:1 in Schalke mit exakt dem gleichen Personal. Mit 1:0 besiegte Mönchengladbach Aufsteiger Hannover. Dabei erlitt van Hout kurz vor dem Ende einen Kreuzbandriss . Für den Belgier brachte Borussen-Coach Hans Meyer Skoubo, der sein zweites Ligaspiel von Anfang an machte. Neben dem Norweger rückte auch Embers für Felgenhauer neu ins Team. Der Amateur besetzte die Position links in der Viererkette, so dass die Rheinländer erstmals in dieser Saison mit einem 4-4-2-System begannen.


Das Spiel im Live-Ticker Der 17. Spieltag im Überblick


Die äußeren Bedingungen im Weserstadion waren alles andere als ideal. Eiskalte Temperaturen und Probleme mit der Rasenheizung, die einen beinhart gefrorenen und gleichzeitig rutschigen Boden zur Folge hatten, stellten hohe Anforderungen an die Akteure. Diese Umstände beeinträchtigten die Aktionen auf beiden Seiten, Kombinationsfußball war auf Grund der fehlenden Standfestigkeit nur schwer möglich. Wie aus dem Nichts fiel nach einer knappen Viertelstunde der Führungstreffer für Werder. Witeczek brachte den Ball nicht weg, so dass Skripnik von der linken Seite in den Strafraum passen konnte. Seine flache Hereingabe verlängerte Daun vor Strasser in halblinker Position aus elf Metern ins rechte untere Toreck (14.). Die Borussia, bis zu diesem Zeitpunkt mit mehr Spielanteilen, zeigte sich wenig geschockt und intensivierte sofort ihre Angriffsbemühungen. Gegen Embers klärte Borel (16.), Eberls Volleyschuss wurde von der Bremer Deckung glücklich zur Ecke abgelenkt (17.). Aidoo erzielte nach diesem Eckstoß gar ein Tor, dem Schiedsrichter Keßler aber wegen Foulspiels von Strasser an Skripnik die Anerkennung versagte. Die Akteure hatten sich mittlerweile besser an den seifigen Untergrund gewöhnt, so dass sich in der Folge ein munteres Spiel entwickelte. Bei Krstajics Freistoß aus 25 Metern, von Skoubo abgefälscht, erstarb den Bremer Fans der Torschrei auf den Lippen, als das Leder um Zentimeter am Tor vorbeisegelte (24.). Ailton vergab mit einer Doppelchance (27.) eine deutlichere Führung der Werderaner, die sich die Führung trotz stetiger Offenisivbemühungen der Borussia mittlerweile durch ein Chancenplus verdient hatten. Nach einer halben Stunde nahm die Partie eine Auszeit, um erst wieder kurz vor dem Wechsel Fahrt aufzunehmen. Ailton (40.) und Lisztes (45.) auf der einen, Ulich (43.) auf der anderen Seite vergaben durchaus mögliche weitere Treffer, so dass es bei der verdienten knappen Halbzeitführung des Tabellendritten blieb. Knifflige Szene gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs, als Ernst im Strafraum nach einem Duell mit Demo zu Fall kam, die Pfeife des Unparteiischen aber schwieg (47.). Danach die Rheinländer wie in der ersten Hälfte mit Drang nach vorne - Ulich vergab den Ausgleich, als er einen Konter allzu schlampig abschloss (51.). Dies sollte sich rächen, denn wenig später schlug Goalgetter Ailton zu: Nach einem weiten Abschlag von Borel verlängerte Pletsch mit dem Kopf Richtung eigenes Tor. Strasser schlug über das Leder, Ailton allein vor Melka vollendete mit links in halbrechter Position gekonnt mit Saisontor 13 ins lange Eck (58.). Im weiteren Verlauf zog sich die Schaaf-Elf weiter zurück, lauerte auf Konter. Die Borussia mit mehr Ballbesitz, aber im Spiel nach vorne ohne jegliche Durchschlagskraft. Werder tat nicht mehr als nötig, ließ bis auf die Ulich-Aktion kurz nach dem Wechsel nur noch eine Gladbacher Möglichkeit zu: Skoubo traf mit einem Schuss von der Strafraumgrenze nur die Unterkante der Latte (81.). Charisteas vergab die letzte Chance der Partie, als er in aussichtsreicher Position an Melka scheiterte (86.).

Trotz schwer bespielbaren Untergrunds bekamen die Fans im Weserstadion vor allem im ersten Durchgang eine muntere Partie zu sehen, in der Bremen dank seines Sturm-Duos gegen die in der Offensive harmlosen Gladbacher verdient die Oberhand behielt.