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"Schlimmer geht's immer": Österreichs Meister blamiert sich bis auf die Knochen!

Jede Menge Häme ergießt sich über "RBS"

"Schlimmer geht's immer": Österreichs Meister blamiert sich bis auf die Knochen!

Kabinett der Peinlichkeiten: Maierhofer und Hierländer versuchen sich gegen Tournot von Dudelange.

Kabinett der Peinlichkeiten: Maierhofer und Hierländer versuchen sich gegen Tournot von Dudelange. imago

Das große Ziel war die Champions-League-Gruppenphase. Dudelange sollte nur ein lockerer Aufgalopp sein. Auch nach dem 0:1 in Luxemburg schien ein Scheitern in der 2. Runde der Qualifikation undenkbar. Trotz Färöer, trotz der Blamage der österreichischen Nationalmannschaft 1990 in der EM-Qualifikation bei den Inseleuropäern. "Schlimmer geht's immer" - so titelte "Der Standard" in Wien nach einem 4:3, das die Halbamateure aus Luxemburg in Runde drei vorrücken ließ. Salzburgs Spieler sanken indes tief enttäuscht zu Boden.

Wie hatte es zu diesem Fiasko kommen können? Zwischen beiden Spielen lag schließlich ein souverän herausgespieltes 2:0 zum Ligaauftakt bei Sturm Graz. Und schließlich hatte auch Schmidt ein Zeichen gesetzt, indem er auf sage und schreibe acht Österreicher in der Startformation setzte - sonst spielen oft acht bis zehn Legionäre für die Roten Bullen.

Trainersteckbrief Schmidt
Schmidt

Schmidt Roger

Spielersteckbrief Walke
Walke

Walke Alexander

RB Salzburg - Vereinsdaten

Gründungsdatum

13.09.1933

F91 Dudelange - Vereinsdaten

Gründungsdatum

26.04.1991

Doch das Signal verfehlte die erhoffte Wirkung. Die Einheimischen versagten auf ganzer Linie gegen Halbprofis und Feierabendfußballer, die Urlaub nehmen mussten für die Reise an die Salzach. Salzburg gestattete biederen Gästen zahlreiche Konter und am Ende drei Tore!

"Wir waren fußballerisch zu schwach. Die Spieler haben die Verantwortung immer weiter geschoben. Anscheinend konnte unser junges Team mit dem Druck nicht umgehen", suchte Schmidt nach einer Erklärung.

Leere Dosen - der Stier im Sand der Arena

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Derweil ergoss sich in den Internetforen jede Menge Häme über die "Dosen", wie die von Energiegetränkemagnat Mateschitz gesponserten Salzburger von Fans der Konkurrenz gerne genannt werden. Während Dudelange auf seiner Facebook-Präsenz einen Torero abbildete, der den "Bullen" in den Staub der Arena schickt, ergötzte sich die Anti-Red-Bull-Fraktion am Scheitern des ÖFB-Meisters. Gefallen hat den "Kommentatoren" unter anderem auch, dass Salzburgs Zarate bei seinem Treffer zum 4:3 in der 82. Minute sich das Trikot vom Körper riss und voller Überschwang jubelte - hatte der Argentinier etwa die Auswärtstorregel vergessen?

Ein Teil zeigte sich freilich auch frustriert darüber, dass Österreichs Fußball einmal mehr nicht in der "Königsklasse" in Spielen gegen Chelsea oder die Bayern vertreten ist. Es war der fünfte Versuch der Salzburger, denen seit dieser Saison Ralf Rangnick als Sportdirektor vorsteht. Die Mannschaft hat nun schon zu Beginn einer Saison jeglichen Kredit bei ihren Anhängern verspielt - der Zuschauerschnitt in Salzburg bewegt sich ohnehin schon seit einiger Zeit nach unten. Am Dienstag war Mateschitz gemeinsam mit Österreichs Nationaltrainer Marcel Koller einer von insgesamt 6600 Besuchern in Wals-Siezenheim.

Und die Gäste, die die Schlussphase sogar in Unterzahl überstanden und von Krämpfen geplagt das Wunder schafften? Sie treffen nun in Runde drei auf NK Maribor. Und manche müssen erst einmal die Urlaubsfrage mit ihren Arbeitgebern klären.

Leere "Dosen": Blamage gegen die Feierabendkicker