Bundesliga 2002/03, 12. Spieltag
17:39 - 8. Spielminute

Tor 1:0
Goor
Kopfball
Vorbereitung Alex Alves
Hertha

17:42 - 10. Spielminute

Tor 2:0
Alex Alves
Rechtsschuss
Vorbereitung Marx
Hertha

17:46 - 15. Spielminute

Tor 2:1
Salou
Rechtsschuss
Vorbereitung Meggle
Rostock

17:54 - 24. Spielminute

Gelbe Karte
K. Hansen
Rostock

18:11 - 40. Spielminute

Gelbe Karte
Beinlich
Hertha

18:32 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Maul
für D. Hill
Rostock

18:45 - 58. Spielminute

Tor 3:1
Friedrich
Kopfball
Vorbereitung Beinlich
Hertha

18:48 - 62. Spielminute

Spielerwechsel
Vorbeck
für K. Hansen
Rostock

18:53 - 67. Spielminute

Spielerwechsel
Tretschok
für Beinlich
Hertha

19:07 - 80. Spielminute

Spielerwechsel
Karwan
für Alex Alves
Hertha

19:07 - 81. Spielminute

Spielerwechsel
Persson
für Aduobe
Rostock

19:09 - 83. Spielminute

Spielerwechsel
R. Maas
für Marx
Hertha

BSC

ROS

12. Spieltag, Hertha BSC - Hansa Rostock 3:1 (2:1)

Hertha siegt im Ost-Derby

Nach dem 4:0 über APOEL Nikosia im UEFA-Cup nahm Hertha Trainer Huub Stevens nur eine personelle Änderung vor: Der gegen die Zyprioten geschonte Goor kehrte in das Team zurück, Marcelinho konnte wegen Gelb-Sperre nicht mitwirken. Hansas Coach Armin Veh schickte gegenüber dem 2:2 gegen Kaiserslautern drei neue Spieler ins Rennen. Kientz ersetzte Wimmer (Trauerfall in der Familie) in der Vierer-Abwehr-Kette, zudem spielten Hansen und Salou für Prica (Oberschenkelverhärtung) und Vorbeck.


Das Spiel im Live-Ticker Der 12. Spieltag im Überblick


Die erste Viertelstunde hatte es vor 40159 Zuschauern im Berliner Olympiastadion in sich. Hansa Rostock schien gedanklich noch gar nicht auf dem Platz zu sein, da stand es schon 2:0 für die Hauptstädter. Zunächst köpfte Goor eine genaue Flanke von Alves zur Führung für die Hertha ein (8.), wobei Gegenspieler Kientz eine denkbar schlechte Figur abgab. Keine zwei Minuten später befand sich die gesamte Hansa-Abwehr im Tiefschlaf, so dass Alves völlig freistehend nach Marx-Pass auf 2:0 erhöhen konnte.

Doch die Freude der Hertha-Fans erhielt nur kurze Zeit später einen schweren Dämpfer. Salou versetzte Gegenspieler Hartmann mit einer Körperdrehung und erzielte mit einem satten Rechtsschuss von der Strafraumgrenze den Anschlusstreffer für die Kicker von der Ostsee (15.).

Nach diesen turbulenten Auftaktminuten beruhigte sich das Spiel merklich. Vorteile besaß nun Hansa Rostock, das aus dem Tor des Togoers Selbstbewusstsein schöpfte und mehr Druck Richtung Hertha-Tor entwickelte. Hertha, bei der Beinlich im Mittelfeld nicht für Ordnung sorgen konnte, produzierte etliche Fehler im Spielaufbau und hatte nur noch nach Standardsituationen Tormöglichkeiten. Doch auch Hansa tat sich schwer im Spiel nach vorne, bekam aber immerhin noch eine gute Möglichkeit zum Ausgleich, als Meggle mit dem langen Bein nur knapp verpasste (39.).

In der Kabine musste Herthas Trainer Huub Stevens die richtigen Worte gefunden haben, jedenfalls starteten seine Schützlinge mit deutlich mehr Elan in den zweiten Abschnitt. Die Angriffe wurden nun zielstrebiger vorgetragen und wirkten durchdachter. Und der Lohn ließ nicht lange auf sich warten. Nach einer guten Kombination über Hartmann und Beinlich köpft Friedrich die Flanke des ehemaligen Nationalspielers zum 3:1 ins rechte untere Toreck ein (58.). Schober im Hansa-Tor war gegen den Kopfball des Verteidigers ohne jede Abwehrmöglichkeit.

Hansa-Coach Armin Veh wechselte kurz darauf zwar mit Vorbeck einen zweiten Angreifer ein, doch am Spielgeschehen änderte diese Maßnahme wenig. Hertha dominierte nun das Spiel, gewann die Mehrzahl der Zweikämpfe und hatte durchaus noch Möglichkeiten, das ein oder andere Tor zu erzielen. Von Hansa war dagegen wenig zu sehen, lediglich Salou hatte eine Viertelstunde vor dem Spielende die Möglichkeit zum erneuten Anschlusstreffer, doch diesmal verzog der Schütze zum 1:0. Sonst hatten die Hauptstädter keine großen Probleme, den Sieg nach Hause zu bringen.

Hertha BSC Berlin hat mit dem insgesamt verdienten 3:1 (2:1)-Erfolg über Hansa Rostock wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden. Rostock schöpfte nur nach dem Anschlusstor durch Salou Hoffnung, blieb im zweiten Abschnitt aber alles schuldig.