Regionalliga

Rückendeckung für Trainer Yildirim

Lübeck: Dem VfB fehlt die Akzeptanz in der eigenen Stadt

Rückendeckung für Trainer Yildirim

Ramazan Yildirim

Erhält Rückendeckung: Lübecks Trainer Ramazan Yildirim. imago

Der Trainer: Seit Dezember ist Ramazan Yildirim im Amt. Der 36-Jährige Ex-Profi, der einst auch beim VfB spielte, ist mit glasklaren Vorstellungen von Spielweise und System angetre­ten und steht für Kommunika­tion, Ehrgeiz und Disziplin. Mit diesen Tugenden will er auch die Klippen umschiffen, die die zeit­intensive DFB-Fußballlehrer-Ausbildung für seine Arbeit im Verein bereit hält. Dafür hat er die nötige Rückendeckung.

Die Mannschaft: Zum zweiten Mal in Folge muss ein Umbruch voll­zogen werden, weil mit Corne­lius, Gebers, Kadah und Schaf­frath vier Leistungsträger gingen. Die Suche nach Neuen verlief anfangs stockend, inzwischen verfügt der VfB aber über einen adäquaten Kader. Trainer Yildi­rim bevorzugt ein 4-4-2-System, in dem der designierte Kapitän Moritz Marheineke, der aus Oberhausen geholte "Sechser" Nedim Hasanbegovic, der frü­here Zweitliga-Spieler Oualid Mokhtari als Kreativkopf und Sturm-Routinier Mamadou Dia­bang eine Achse bilden könnten.

Trainersteckbrief Yildirim

Yildirim Ramazan

Spielersteckbrief Diabang

Diabang Mamadou

Spielersteckbrief Mokhtari

Mokhtari Oualid

Spielersteckbrief Schaffrath

Schaffrath Sven

Spielersteckbrief Marheineke

Marheineke Moritz

Spielersteckbrief Cornelius

Cornelius Danny

Spielersteckbrief Kadah

Kadah Deniz

Spielersteckbrief Hasanbegovic

Hasanbegovic Nedim

Spielersteckbrief Gebers

Gebers Marcel

VfB Lübeck - Vereinsdaten

Gründungsdatum

01.04.1919

Vereinsfarben

Grün-Weiß

Dass das Team gut organisiert auftreten kann, bewies es unter Yildirim schon in der Rückserie. Zu beobachten sein wird, ob die angestrebte spielerische Linie (flache Kombinationen von hin­ten heraus) auch unter Druck umzusetzen ist und das Team ohne Goalgetter Kadah auch die nötige Torgefahr entwickelt. Ein starker Innenverteidiger und eine Sturm-Ergänzung stehen noch auf der Einkaufsliste.

Der Verein: Die Insolvenz hat der VfB vor zwei Jahren überstanden – doch finanziell sieht es weiter­hin nicht rosig aus. Der enga­gierte, aber nur zweiköpfige Vor­stand muss viel Arbeit schultern. Größtes Problem waren zuletzt die sinkenden Zuschauerzahlen – dem Ex-Zweitligisten, jahrelang Publikumsmagnet, fehlt in der ei­genen Stadt ein Stück Akzeptanz und Identifikation. Die kann nur wiederhergestellt werden, wenn der realistisch als Ziel ausgege­bene "einstellige Tabellenplatz" nicht das Ende der Fahnenstange bleibt.

Christian Jessen