Bundesliga

Keine Diskussionen: Schürrle bleibt

Leverkusen: Trotz Millionenofferte von Chelsea

Keine Diskussionen: Schürrle bleibt

André Schürrle

Wird auch in der kommenden Saison für Leverkusen auflaufen: André Schürrle. Getty Images

Diese Woche soll der FC Chelsea erneut vorstellig werden, um Schürrle bei Bayer 04 loszueisen. Bis zu 25 Millionen Pfund (etwa 31 Millionen Euro) wird das Angebot laut englischen Medien betragen. Knapp 23 Millionen würden sofort fließen, der Rest später in Form von Boni.

Die Engländer dürften auf taube Ohren stoßen. Denn nicht nur der Aspekt, dass Schürrle als Eckpfeiler der Werkself benötigt wird, spricht gegen einen Verkauf. So kassiert Mainz 05, bis 2011 Schürrles Klub, ab einer Ablöse von zehn Millionen Euro 30 Prozent mit. Ein Grund, warum Bayer das erste Angebot Chelseas über 25 Millionen Euro (21 plus vier Millionen an Boni) ablehnte. "Die Anfrage war auf einer Basis von 20 Millionen Euro netto plus plus", erklärt Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser. Nach Abzug des Mainzer Anteils hätten 20 Millionen für Bayer sowie Zusatzzahlungen übrig bleiben müssen. Dies wäre erst bei der neuen Offerte der Fall.

Zudem spricht der Zeitpunkt gegen einen Transfer. Für einen adäquaten Ersatz müsste Bayer die netto erhaltene Summe größtenteils reinvestieren. Sportdirektor Rudi Völler erklärt die Lage: "Die Spieler, die auf dem Markt sind, sind viel zu teuer. Wir würden einen schlechteren Spieler überteuert holen müssen."

Die Entscheidung ist alternativlos, weil wir keinen adäquaten Ersatz bekommen würden.

Rudi Völler über den Verbleib von André Schürrle

Deshalb will Bayer auch ein verbessertes Angebot zurückweisen. "Bei uns ist da nichts angekommen", erklärt Holzhäuser, "und wir wollen auch nicht mehr sprechen." Egal, mit welcher Offerte Chelsea kommt? Holzhäuser: "Ja, das Thema ist erledigt." Völler schiebt weiteren Spekulationen einen Riegel vor: "Die Entscheidung ist alternativlos, weil wir keinen adäquaten Ersatz bekommen würden. Das Thema ist abgehakt. Das habe ich auch André gesagt." Dass sich Schürrle, der diese Woche aus dem Seychellen-Urlaub zurückkehrt, Gedanken macht, ist klar, da man ein Angebot des Champions-League-Siegers, der sein Gehalt verdreifachen würde, nicht immer wieder erhält.

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