Mainz: Trainer hegt große Erwartungen

Pospech: Tuchel will "sehr zufrieden" sein

Hat das Zeug zum Top-Rechtsverteidiger der Liga - sagt Thomas Tuchel über Zdenek Pospech.

Hat das Zeug zum Top-Rechtsverteidiger der Liga - sagt Thomas Tuchel über Zdenek Pospech. imago

Nach Anlaufschwierigkeiten hat sich der frühere tschechische Nationalspieler (31 Länderspiele) gesteigert. Die taktische Umstellung vom Fußball, den Stale Solbakken (44) in Kopenhagen praktizieren ließ, auf die Mainzer Vorwärtsverteidigung fiel Pospech schwer. "In Mainz ist die Art und Weise zu verteidigen eine völlig andere als in Kopenhagen", sagte Tuchel im Herbst, ohne an den Fähigkeiten des Routiniers zu zweifeln: "Er kann der Top-Rechtsverteidiger der Liga sein."

Von diesem Status ist Pospech allerdings noch immer ein gutes Stück entfernt - auch weil er in der Rückrunde infolge eines Innenbandanrisses im Knie wochenlang ausfiel.

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"Wir sind mit ihm zufrieden, aber wir wollen sehr zufrieden werden", sagt Tuchel, der überzeugt ist, dass Pospech seine Fähigkeiten im zweiten Jahr noch besser zur Geltung bringen wird: "Vor einem Jahr war es für ihn nicht einfach, als er in ein neues Land und in einen neuen Verein kam. Auch an das Niveau in der Bundesliga musste er sich gewöhnen. Jetzt weiß er, was auf ihn zukommt. Das hilft ihm, sich zu steigern."

Das gilt auch für das Offensivpotenzial des lauffreudigen Außenbahnspielers. "Wir haben Zdenek in 16-einhalb von 17 Heimspielen übersehen, wenn er mit 60 Metern Anlauf ins letzte Drittel hineingesprintet ist. In diesen Situationen haben wir viele Chancen von ihm liegengelassen", moniert Tuchel. Wundern darf sich also niemand, sollte Pospech beim Erklimmen der Rampe bald sein erstes Bundesligator erzielen.

Julian Franzke