Erfurt: Stark veränderter Kader

Die allgemeine Verunsicherung bei RWE

Stefan Emmerling

Seit 2010 in Erfurt: Noch kann Coach Stefan Emmerling nicht genau abschätzen, wohin die Reise in der neuen Saison geht. imago

Außer, dass diesmal auf jeden Fall der Einzug in den DFB-Pokal gelingen soll, nachdem man dreimal hintereinander im Thüringer Wettbewerb gescheitert ist.

Die Enttäuschung dort war zugleich ein Beleg für die schwankenden Leistungen der Mannschaft in der abgelaufenen Serie. Auch in der Rückrunde bot sie teilweise begeisternden Fußball, um vor allem zu Hause wichtige Punkte leichtfertig abzugeben.

Trainersteckbrief Emmerling

Emmerling Stefan

Rot-Weiß Erfurt - Vereinsdaten

Gründungsdatum

26.01.1966

Vereinsfarben

Rot-Weiß

Also wird vor allem Konstanz angestrebt. Allerdings mit einem stark veränderten Kader. Erneut gibt es einen Umbruch - elf Akteure haben Erfurt verlassen, darunter mit Olivier Caillas (noch offen), Gaetano Manno (Osnabrück), Danso Weidlich (Regensburg) und Drittliga-Torschützenkönig Marcel Reichwein (Aalen) vier absolute Stammkräfte. Zu denen zählte lange auch Kapitän Rudi Zedi, der nun in das Trainerteam aufgerückt ist.

Emmerling hofft auf den eigenen Nachwuchs

Fünf externe Neuzugänge gibt es: Mijo Tunjic (Unterhaching), Aykut Öztürk (Sandhausen, beide Angriff), Rafael Czichos (Wolfsburg II, Abwehr), Marius Strangl (Fürth II) und Mario Fillinger (FSV Frankfurt, beide Mittelfeld). Zu ihnen gesellen sich aus dem eigenen Nachwuchs Philipp Klewin (Tor), Kevin Möhwald, Patrick Göbel, Maik Baumgarten (alle Mittelfeld) und Tobias Ahrens (Angriff). Chefcoach Stefan Emmerling (46) spricht von einem "goldenen Jahrgang", er traut den Jungs zu, "den Sprung zu schaffen".

Doch noch könnte es weitere Bewegung geben. So trainiert Maximilian Watzka (RB Leipzig, Mittelfeld) mit, er will sich in diesen Tagen für einen Vertrag empfehlen. Andererseits haben Smail Morabit (Kaiserslautern) und Dominick Drexler (Fürth) bekundet, den Verein verlassen zu wollen. Eine Einigung mit den interessierenden Klubs scheint allerdings noch in weiter Ferne, sodass Emmerling auch dieses Duo in die Pflicht nimmt.

Ein Durchschnittsalter von 23,3 Jahren

Von allen fordert er mit Blick auf die nächste Saison höchsten Einsatz. Was möglich ist, sollen die kommenden Wochen zeigen. "Erst dann werden wir uns mit der Zielstellung genau festlegen", so der Trainer. Derzeit hat er einen 21-köpfigen Kader mit einem Durchschnittsalter von 23,3 Jahren zur Verfügung. Trotz der gewollten Verjüngung gibt es mit Andreas Sponsel, Bernd Rauw oder Marco Engelhardt genug erfahrene Akteure. Aber die Unsicherheit bleibt, ob die Mischung so gut ist, dass erneut ein Anlauf Richtung 2. Liga gestartet werden kann.

Gerald Müller