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Im Soundcheck ist der Maserati Spitze

Der 460PS starke GT Sport grummelt, grollt und brüllt

Im Soundcheck ist der Maserati Spitze

Trotz seines relativ hohen Gewichts legt der neue Maserati GT Sport Top-Fahrleistungen vor, entzückt aber vor allem durch seinen Supersound.

Trotz seines relativ hohen Gewichts legt der neue Maserati GT Sport Top-Fahrleistungen vor, entzückt aber vor allem durch seinen Supersound. Hersteller

Ein 4,7-l-Achtzylinder ist unter der Haube des zweitürigen Sportwagens montiert, er leistet in dieser nunmehr stärksten Ausbaustufe 460 PS und katapultiert den Neuling in nur 4,7 Sekunden von 0-100 km/h. Hätte der fast 1,9 Tonnen schwere Italo-Renner ein klein wenig abgespeckt, dann ginge das noch einen Tick besser. Das Spitzentempo freilich ist trotz des Specks auf der Hüfte dennoch eine klare Ansage: 300 km/h - das ist ein klares Statement für die Straße. Ach ja, der neue GT beschleunigt nicht nur stark, er bremst auch entsprechend. Dies dank der gerillten und gelochten, so genannten DualCast-Bremsscheiben, die zusammen mit dem Spezialisten Brembo entwickelt wurden.

Er ist schon ein Hingucker, der neueste Maserati, tritt aber trotz aller sportlicher Gene noch einigermaßen dezent auf.

Er ist schon ein Hingucker, der neueste Maserati, tritt aber trotz aller sportlicher Gene noch einigermaßen dezent auf. Hersteller

Der Motor gibt ein Konzert, der Sound ist schlichtweg super!

Die V8-Maschine, die ungeniert in den 7000er-Touren-Bereich vordringt, beeindruckt freilich nicht nur durch die erwähnt hohe Leistung und durch das bärige Drehmonent (520 Nm), sondern vor allem durch eine Soundkraft, wie man sie selten findet. Allenthalben wird das, was der Motor an Tonlagen aufbietet, als "Spitze" beschrieben. Mal grummelt und bollert der Big-Block vor sich hin, mal grollt er böse auf oder brüllt infernalisch. Dann nämlich, wenn der Fahrer Getriebe und Gaspedal in die Optimalstellung bringt und dem italienschen "Bollerwagen" so richtig die Sporen gibt.

Bei den Maserati-Modellen ist "hohe" Tachobeschriftung üblich. Beim GT Sport reicht eine 320er-Skala gerade mal so aus.

Bei den Maserati-Modellen ist "hohe" Tachobeschriftung üblich. Beim GT Sport reicht eine 320er-Skala gerade mal so aus. Hersteller

Der Auftritt: Sportlich und dennoch dezent

So brachial die Motorgewalt und der Motorsound auch sein mögen, rein äußerlich gibt sich der leicht retuschierte GT Sport eher dezent. Klar, man sieht ihm die sportlichen Gene schon an. Und klar weiß der Auftritt auch zu beeindrucken, aber das Ganze ist letztlich unaufdringlich und dezent. Auch innen wird die Brücke geschlagen zwischen Eleganz und Dynamik. Um sich das motormäßig gebotene Konzert anzuhören oder - salopp gesprochen - sich diesen Supersound reinzuziehen, muss man allerdings extrem gut bei Kasse sein. Denn 123 620 Euro sind aufgerufen. Doch das Ganze gibt's aber auch kostenlos - dann, wenn man als Passant zufälligerweise mal den neuen Maserati beim Ampelstart belauschen kann.

Gerhard Windpassinger